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Das Tox hat immer mehr zu tun

Das Schweizerische Toxikologische Informationszentrum (Tox) in Zürich hat im Jahr 2000 über 30'000 Anfragen erhalten, meistens wegen des konkreten Verdachts einer Vergiftung. Zunehmend genutzt wird die Doping-Hotline für Athleten.

30’935 Anrufe (4,3% mehr als im Vorjahr) hat das Tox im Jahr 2000 erhalten. 23’667 Mal ging es konkret um den Verdacht einer Vergiftung bei Menschen und in 1’089 Fällen bei Tieren, wie dem am Mittwoch (15.08.) veröffentlichten Jahresbericht zu entnehmen ist. Betroffene oder Angehörige riefen am häufigsten an (61%), die übrigen Anfragen kamen von Humanmedizinern, Tierärzten und Apothekern.

Kleinkinder speziell gefährdet

41% der Anfragen gingen wegen Kindern unter fünf Jahren ein, weil sie alles Mögliche in den Mund nahmen – seien dies Antibabypillen, Abwaschmittel, Batterien oder Pflanzen aller Art. Tödlich verlief der Fall eines eineinhalbjährigen Buben, der Methadon einnahm, das für seine Eltern bestimmt war. Bei den Erwachsenen verliefen 15 Fälle tödlich, elf davon wurden durch Medikamente und einer durch Drogenmissbrauch verursacht.

28 komatöse Zustände wegen Partydrogen

Die meisten Vergiftungen (14’307) traten wegen der Einnahme von Medikamenten und Haushalts-Produkten auf. Registriert wurden zudem fast 4’000 Suizidversuche sowie 413 Ereignisse mit giftigen Tieren. Ein Viertel der 374 Fälle mit Pilzen ist zurückzuführen auf die willentliche Einnahme, um eine halluzinogene Wirkung zu erzielen.

Bei 905 Anrufen ging es um Genussmittel, Drogen und Alkohol. Bei den so genannten Partydrogen kam es 28 Mal zu schweren Verläufen mit komatösen Zuständen, für die vor allem die Designerdroge GHB verantwortlich war.

Gefragte Doping-Hotline

Ein bis zwei Anfragen wöchentlich seien seit der Einrichtung der gebührenpflichtigen Doping-Hotline für Athleten im April 2000 eingegangen, sagte ein Tox-Sprecher. Die Anfragen kamen am häufigsten von Leichtathleten, doch daneben von verschiedensten Sportlern, selbst von Schützen.

«Meistens wollen die Athleten wissen, ob in dem Schnupfenmittel oder Medikament, das sie gekauft oder erhalten haben, eine Substanz enthalten ist, die auf der Dopingliste steht», erklärte der Sprecher. Es habe auch jede Art von Auskunft gegeben: Teils waren Substanzen auf einer Liste, teils waren die Mittel harmlos.

swissinfo und Agenturen

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