Die Suche kann beginnen
Das Thema des diesjährigen europäischen Publikums-Wettbewerbs des CERN heisst "Leben im Universum". Schülerinnen und Schüler aus 22 Ländern Europas sind aufgefordert, über extra-terrestrisches Leben nachzudenken und ihre Ideen wissenschaftlich oder erstmals auch künstlerisch einzubringen. Die Suche nach dem grünen Männchen kann beginnen.
Das Europäische Laboratorium für Teilchenphysik (CERN) mit Sitz in Genf lädt dieses Jahr alle Schülerinnen und Schüler zwischen 14 und 19 Jahren zu einem öffentlichen Wettbewerb zum Thema «Leben im Universum» ein. Gibt es das «grüne Männchen»? Wie könnte extraterrestrisches Leben aussehen? Wie liesse sich mit anderem Leben kommunizieren? Diese Fragen sollen wissenschaftlich oder künstlerische angegangen werden.
Die Projekte können von Spuren von Leben in unserem Sonnensystem, Voraussetzungen für Leben in anderen Galaxien, extreme Lebensformen, Kontaktaufnahme zu intelligenten Lebewesen oder von deren Bedeutung für die Menschheit handeln. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollen alle Freiheiten haben. Deshalb können die Themen – das ist eine Neuheit – auch auf zwei Arten bearbeitet werden: wissenschaftlich oder künstlerisch. Ersteres umfasst wissenschaftliche Veröffentlichungen, eine eigen Web-Site, interaktive CD-ROMs, ein wissenschaftlicher Aufsatz oder ein Dokumentarfilm.
Die künstlerischen Beiträge können in Form vom Gedichten, Musicals, Theaterstücken, Erzählungen oder als Kunstwerk (Gemälde, Skulptur, Foto) eingereicht werden. Für einmal soll auch der Traum in der Wissenschaft zugelassen werden. Was bisher bloss Filmemacher, Comic-Zeichner oder Künstler taten, sollen nun auch Schülerinnen und Schüler: Der Phantasie freien Lauf lassen und über ein Leben im Universum phantasieren.
Die europäische Initiative «Life in the Universe» wird veranstaltet von CERN, ESA (European Space Agency) und ESO (European Southern Observatory) in Kooperation mit EAAE (European Asociation for Astronomy Education) in 22 Ländern Europas. Gefördert wird sie zudem von der Europäischen Kommission. Jedes Land wählt jeweils in beiden Kategorien einen Finalisten aus – es kann sich dabei um eine Einzelperson oder um eine kleine Gruppe handeln.
Aus den 44 Finalistinnen und Finalisten werden schliesslich die beiden Gewinner ausgewählt, die entweder eine Reise zum Start einer Ariane-Rakete in Kourou (Französisch Guyana) oder zum ESO Very Large Telescope in Cerro Parranal (Chile) gewinnen.
swissinfo
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch