Kulturelle Vielfalt stärkt die Gesellschaft
Die weltweite Förderung der kulturellen Vielfalt ist eine grosse Herausforderung der globalen Gesellschaft. Dies halten 22 Kulturminister nach einem zweitägigen Treffen in Luzern fest. Sie wollen nun entsprechende Fördermassnahmen erarbeiten.
Die kanadische Ministerin Sheila Copps sagte am Mittwoch vor den Medien, die Ereignisse vom 11. September hätten die Bedeutung des gegenseitigen kulturellen Verständnisses unterstrichen. Terrorismus nähre sich aus Hass, und dieser aus der Unwissenheit.
Die Minister hatten sich im Rahmen des Internationalen Netzwerks für Kulturpolitik (INCP) getroffen. Im Zentrum dieser informellen Zusammenkunft stand die Bewahrung und Förderung der kulturellen Vielfalt.
«Magische Formel»
Kulturelle Vielfalt entwickle sich immer mehr zur «magischen Formel», sagte David Streiff, Direktor des Bundesamts für Kultur. Dabei gelte es, sowohl innerhalb der Staaten wie auch international Barrieren zwischen den Kulturen abzubauen.
Kulturpolitische Herausforderungen gebe es etwa durch die Migrations-Bewegungen. Der soziale Zusammenhalt einer Gesellschaft werde gestärkt, wenn die Kulturpolitik auch die kulturelle Vielfalt zu ihrem Gegenstand mache, heisst es im INCP-Schlusspapier.
Einheimische Produktionen schützen
Auf internationaler Ebene gelöst werden sollen die Folgen der globalisierten Kulturindustrie auf die kulturelle Vielfalt. Bis in einem Jahr will die INCP einen Entwurf für Spielregeln ausarbeiten, mit denen etwa einheimische Produktionen geschützt werden können.
Das 1998 gegründete INCP trifft sich jährlich. Es dient dem Meinungsaustausch auf Minister-Ebene, verschafft der Kulturpolitik ein internationales Forum und stellt Zusammenhänge zwischen nationaler Politik und internationalen Entwicklungen her.
swissinfo und Agenturen
In Übereinstimmung mit den JTI-Standards
Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!
Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch