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Ottawa: Jahrestagung von IWF und Weltbank

Bundesrat Pascal Couchepin führt die Schweizer Delegation in Ottawa. Keystone Archive

Der IWF hat einem Entwurf der Abschlusserklärung von Ottawa zufolge Industrienationen dazu aufgefordert, die Leitzinsen notfalls weiter zu senken.

Die Aussichten der Weltwirtschaft seien derzeit ungewiss, heisst es in einem Entwurf. Angesichts der beträchtlichen Unsicherheit dieser Vorhersage müssten die Entscheidungsträger in der Politik besonders wachsam sein.

Entwicklungsländern helfen

Der IWF gehe nach wie vor davon aus, dass sich die Weltwirtschaft in der zweiten Jahreshälfte 2002 zu erholen beginne. Angesichts des düsteren Ausblicks für die Weltwirtschaft nach dem 11. September sei der IWF bereit, den Entwicklungs- und Schwellenländern mit «vernünftiger Politik» zu helfen. Die offizielle Abschlusserklärung wird erst am Sonntag veröffentlicht.

An diesem Wochenende wird im kanadischen Ottawa die Jahrestagung von IWF und Weltbank nachgeholt, die Ende September kurze Zeit nach den Anschlägen in den USA abgesagt worden waren. Bundesrat Pascal Couchepin leitet die Schweizer Delegation, welcher auch Nationalbankpräsident Jean-Pierre Roth angehört.

Neben der Jahrestagung treffen sich die Finanzminister der führenden Industrie-und Schwellenländer. Zu diesen gehören die grössten Industrienationen, Russland, China sowie Schwellenländer wie Brasilien, Indien und auch Argentinien.

G-20 beschliessen Aktionsplan gegen Terrorismus

Die Finanzminister und Zentralbank-Vertreter der G-20-Gruppe aus Industrie- und Entwicklungsländern haben in Ottawa einen Aktionsplan gegen die Finanzierung des Terrorismus verabschiedet.

Mit dem Aktionsplan sollen neben der Europäischen Union (EU) und der Gruppe der sieben führenden Industrienationen (G-7) nun vor allem auch Schwellenländer in den Kampf gegen den Terrorismus einbezogen werden.

Beleuchtet werden solle auch das Problem der so genannten Steueroasen, hiess es weiter. Dagegen hatten die USA bis vor kurzem noch erheblichen Widerstand geleistet. Schliesslich solle auch der Kreis der Mitgliedsländer und damit auch der Kooperationsrahmen erweitert werden.

Proteste in Ottawa

Begleitet von einem massiven Polizeiaufgebot protestierten Globalisierungs-Gegner in Ottawa gegen das Jahrestreffen von IWF und Weltbank. Randalierer zerstörten nach einer Demonstration von 500 Menschen zwei Fastfood-Restaurants nahe dem Konferenzzentrum.

Nachdem die Polizei die Kundgebung aufgelöst hatte, bildeten sich Augenzeugen zufolge zwei gewaltbereite Gruppen. Die Maskierten warfen die Scheiben eines Schnellrestaurants ein und zerstörten die Einrichtung eines weiteren. Mindestens drei Menschen wurden nach Angaben von Reportern festgenommen.

Um weiterer Gewalt vorzubeugen, errichtete die Polizei um das Konferenzzentrum herum weitere Strassensperren. Die Behörden erwarten am Wochenende bis zu 5’000 Demonstranten. Globalisierungsgegner kündigten eine Grosskundgebung an.

swissinfo und Agenturen

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