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Schweizer Forschung in Singapur

Singapur will zu einem weltweiten Zentrum für Biomedizin werden. Keystone

Der Basler Pharmakonzern Novartis gründet in Singapur ein neues Forschungs-Institut für Tropenkrankheiten.

In das Novartis Institute for Tropical Diseases investiert der Basler Konzern insgesamt 122 Mio. US-Dollar. Finanzielle Unterstützung erhält das Zentrum daneben vom örtlichen Economic Development Board. Dieses will Singapur zu einem «Hub» von Weltrang für die Biomedizin-Wissenschaften machen und unterstützt dafür Privat-Unternehmen mit insgesamt 600 Mio. Dollar.

Start 2002 mit 60 Wissenschaftern

Rund 60 Wissenschafter und Techniker sollen nach Angaben von Novartis ab 2002 am Institut neue Behandlungs-Möglichkeiten, Impfstoffe und Medikamente gegen Tropenkrankheiten erforschen und entwickeln. Ins Zentrum der Forschungs-Aktivitäten in Singapur will Novartis die Krankheiten Tuberkulose und Dengue-Fieber rücken, die bisher vernachlassigt worden seien.

Novartis will sich gemäss der Mitteilung langfristig für die bessere Erforschung von Tropenkranheiten engagieren und damit die Prosperität der Entwicklungsländer fördern, wie es weiter heisst. Die Arzneimittel-Forschung habe diesem Bereich bisher wegen der hohen Kosten und dem als unattraktiv geltenden Ertrag wenig Aufmerksamkeit geschenkt, räumt der Basler Konzern ein.

Obwohl die Tropenkrankheiten allein zehn Prozent der weltweiten Belastungen durch Erkrankungen ausmachten, würden für sie praktisch keine neuen Medikamente entwickelt, hält Konzernchef Daniel Vasella in der Mitteilung fest. Dabei seien rund zwei Milliarden Menschen Träger der Tuberkulose, die jedes Jahr zwei Millionen Tote fordert. Am Dengue-Fieber leiden rund 50 Millionen Menschen.

swissinfo und Agenturen

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