Stichwort: Ozon
Je schöner das Wetter wird, desto höher steigen die Ozonwerte. Das Reizgas Ozon bildet sich in Bodennähe bei intensiver Sonnenstrahlung aus Stickstoffoxiden und Kohlenwasserstoffen - vor allem aus Autoabgasen. Die höchsten Konzentrationen dieses radikalen Sauerstoffs (O3) treten im Sommer am Nachmittag und in den frühen Abendstunden auf.
Häufig werden in ländlichen Gebieten sogar höhere Werte gemessen als in Ballungszentren. Das liegt daran, dass zum Abbau von Ozon dieselben Schadstoffe notwendig sind, die seine Entstehung unter Sonneneinstrahlung bewirken. In stark umweltbelasteten Gebieten wird das Reizgas dadurch schneller abgebaut.
Ozon kann Augen und Schleimhäute reizen, Kopfschmerzen verursachen, die Lungenfunktion einschränken und bei besonders hohen Konzentrationen die Lungen auch dauerhaft schädigen. Nach einschlägigen Untersuchungen gilt es sogar als erbgutschädigend und Krebs erregend.
Etwa zehn Prozent der Schweizer Bevölkerung sind nach Angaben von Peter Straehl, Wissenschaftlicher Adjunkt im Bundesamt für Umwelt, Wald und Landschaft (BUWAL), gegen Ozon besonders empfindlich. Zu den Risikogruppen gehören unter anderem Menschen, die an Asthma oder chronischer Bronchitis leiden.
Während in Bodennähe immer häufiger zu viel Ozon gemessen wird, gibt es oben zu wenig: In Höhen zwischen zehn und 30 Kilometern hat die zum Schutz vor der ultravioletten Strahlung der Sonne lebensnotwendige Ozonschicht in den vergangenen Jahren zum Teil deutlich abgenommen. Schuld daran sind vor allem die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW).
swissinfo und Agenturen
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