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Strom sparen – beim Einkauf

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Ab Neujahr müssen Haushaltsgeräte auch in der Schweiz mit einer Energie-Etikette versehen werden. Damit ist Stromsparen schon bei der Auswahl ein Thema.

A bis G. A heisst energieeffizient, G ist ein Energiefresser. Kühlschränke, Waschmaschinen, Lampen: Auf einen Blick soll ersichtlich sein, wie viel Strom und damit Geld sie fressen. Nicht mehr nur Design und Preis sollen künftig die Wahl eines Gerätes bestimmen. Die Schweizer Regierung hat am Freitag die entsprechende Änderung der Energieverordnung bekannt gegeben.

Strom und Geld sparen

Bisher hing die Information über den Energieverbrauch eines Elektro-Gerätes vom guten Willen des Herstellers ab. Die obligatorische Einführung der Energie-Etikette schafft nun die notwendige Transparenz.

Mit einem energieeffizienten Kühlschrank lässt sich längerfristig viel Geld sparen und die Umwelt entlasten. Und: Werden gezielt A-Geräte gekauft, werden Hersteller angespornt, vermehrt in Energieeffizienz zu investieren.

Die Energiepreise in der Schweiz gehören zu den tiefsten Europas. Ein sinnvolles Unternehmen bei den günstigen Strompreisen in der Schweiz? Ja, ist Felix Frey, Leiter des Marktbereiches Elektrogeräte beim Bundesamt für Energie, überzeugt. Auch wenn pro Jahr «nur» 50 Franken gespart würden, summiere sich das über 10 Jahre zu 500 Franken.

Die EU hat die Etikette schon

Die EU hat die Energieetikette seit 1994 schrittweise eingeführt. Die Schweiz folgt nun auf den 1.1.2002. Vorher versuchte sie es über Zielwerte, die jedoch unverbindlich waren. Gerätehersteller scheuten den zusätzlichen Aufwand. Doch hat laut Frey ein Sinneswandel stattgefunden. Der Gerätemarkt sei ein europäischer. Und da die Etikette in der EU obligatorisch sei, sei auch der Mehraufwand nicht gross.

Die grüne, gelbe oder rote Etikette wird vorläufig auf Gross-Haushaltsgeräten zu kleben kommen, so auf Kühlschränken und Gefriertruhen, Waschmaschinen und Tumbler, Geschirrspüler und Lampen. In einem nächsten Schritt werden wohl auch Backöfen darunter fallen.

Doch wichtig sei vorerst eine gute Einführung, so Frey weiter. Zusammen mit der Branche werde an Messen geworben, Inserate und ev. sogar TV-Spots geschaltet. Immerhin besitzt jeder Schweizer Haushalt durchschnittlich 23 Elektro-Geräte. Für 10 Mrd. Franken werden jährlich solche eingekauft, 5 Milliarden betragen die Stromkosten für Elektro-Geräte und: mit einem A-Gerät lässt sich 50% Strom sparen gegenüber einem G-Gerät.

Rebecca Vermot

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