Weiterer Schritt in Richtung Urknall
Beim weltgrössten Teilchenbeschleuniger in Genf wurde nach mehr als einjährigen Reparaturarbeiten mit dem Abschuss von zwei Protonenstrahlen ein wichtiger Schritt in Richtung Erforschung der innersten Materie getan.
Nach dem Neustart des Teilchenbeschleunigers «Large Hadron Collider» (LHC) warten die rund 3000 Forschenden am Cern nun auf Ergebnisse. «Das ist wie bei einem neuen Auto – wir fahren es langsam an», sagte Cern-Direktor Rolf Heuer.
Die Protonenstrahlen schossen am Montag mit hoher Geschwindigkeit in entgegengesetzter Richtung durch die 27 Kilometer lange Anlage unter der schweizerisch-französischen Grenze. Bereits innerhalb der kommenden zehn Tage könnten erste Protonenkollisionen simuliert werden, heisst es.
Erst beim Zusammenstoss der schnellen Teilchen entstehen die Bedingungen, unter denen die Forschenden auf neue Entdeckungen hoffen. Mit der rund 4,5 Mrd. Franken teuren Anlage wollen die Physiker dem Urknall so nahe kommen wie nie zuvor und fundamentale Rätsel der Natur lösen.
Der LHC war am 10. September 2008 mit einem Bilderbuchstart in Betrieb gegangen. Neun Tage später legte jedoch eine schwere Panne im Kühlsystem den unterirdischen Beschleuniger lahm
swissinfo.ch und Agenturen
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