Aufatmen bei ABB

Firmenschild von ABB Schweiz in Oerlikon, aufgenommen am 24.10.2002. Keystone

Der Technologiekonzern ABB kann die Asbest-Klagen in den USA voraussichtlich für 1,2 Mrd. Dollar beilegen.

Dieser Inhalt wurde am 17. Februar 2003 - 21:25 publiziert

Die grosse Mehrheit der Kläger hat dem Angebot zugestimmt, wonach die ABB-Tochter Combustion Engineering in den Konkurs geschickt wird.

Der ABB-Konzern hatte die umgerechnet 1,65 Mrd. Franken Mitte Januar auf den Tisch gelegt. Die Kläger bekamen eine Abstimmungsfrist von 30 Tagen eingeräumt. Der schweizerisch-schwedische Konzern hatte zudem gefordert, dass mindestens 75% der Kläger dem Angebot zustimmen.

Einigung erzielt

Am vergangenen Samstag kam schliesslich die für gute Nachricht: 103'000 Kläger hatten sich mit dem Angebot einverstanden gezeigt.

Als Konsequenz meldete die ABB-Tochter Combustion Engineering am Montag Konkurs nach "Chapter 11" an.

Wie hoch die Zahl der Kläger zur Zeit insgesamt ist, wollte Voser nicht bekannt geben. Weitere Informationen versprach er für die Bilanz-Medienkonferenz vom 27. Februar. Ende September 2002 waren 111'000 Klagen hängig.

Aktien und Bargeld

ABB verhandelte den Konkursplan mit Anwälten der bestehenden Kläger. Die Kläger sollen alle Aktiven der Combustion Engineering erhalten. Diese waren Ende September 812 Mio. Dollar wert.

Zusätzlich bekommen die Kläger insgesamt ABB-Aktien in Höhe von 50 Mio. Dollar und Bargeld von bis zu 350 Mio. Dollar. Davon fliessen 100 Mio. Dollar aber erst, wenn ABB Betriebsgewinnmargen von über 8% erreicht.

Das Geld soll in Raten zwischen 2004 und 2009 ausbezahlt werden. Mit den insgesamt 1,2 Mrd. Dollar sollen die bisherigen und alle zukünftigen Kläger abgefunden werden.

Nach den Klägern muss nun noch das Konkursgericht zustimmen. Zusätzliche Abschreibungen wegen Asbestklagen seien nicht zu erwarten, sagte Voser.

Die ABB-Aktie reagierte am Montag mit einem Kurssprung: Sie stieg um fast 20% auf 4 Franken.

swissinfo und Agenturen

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