Balkan im Zentrum des 11. Forums Crans Montana

Blick ins Rhone-Tal von Crans-Montana aus. Keystone

Die Zukunft des Balkans bildet das Hauptthema des Forums von Crans Montana (VS), wo sich von heute Mittwoch bis Sonntag Regierungschefs und Wirtschaftsvertreter treffen. Anwesend sind auch Bundespräsident Ogi und die Bundesräte Deiss und Couchepin.

Dieser Inhalt wurde am 28. Juni 2000 - 07:39 publiziert

Aus verschiedenen Blickwinkeln wird die Situation auf dem Balkan beleuchtet. Am Donnerstag spricht Bernard Kouchner, Leiter der UNO- Mission im Kosovo, zum interethnischen Frieden und der wirtschaftlichen Zukunft der Provinz.

Die Rückkehr der Flüchtlinge auf den Balkan wird am Freitag von Ejup Ganic, dem Präsidenten der muslimisch-kroatischen Föderation in Bosnien-Herzegowina thematisiert. Am Samstag steht eine Plenarveranstaltung zum Wiederaufbau auf dem Balkan auf dem Programm, die vom UNO-Sondergesandten für das Kosovo, Eduard Kukan geleitet wird.

Eine Sitzung widmet sich den Unsicherheiten der Demokratie in Europa. Als Redner sind neben Kukan die Premierminister von Albanien und Montenegro, Ilir Meta und Filip Vujanovic, angekündigt.

Eröffnet wird das Forum am Mittwoch von Bundespräsident Adolf Ogi. Volkswirtschaftsminister Pascal Couchepin wird am Freitag eine Plenarsitzung über die Perspektiven für den Welthandel und ein Treffen mit Wirtschaftsvertretern über die Entwicklung der Pharmaindustrie leiten.

Aussenminister Joseph Deiss nimmt am Samstag an einem Plenaranlass über die Entwicklung der regionalen Zusammenarbeit und die Initiativen zur Konfliktlösung teil. Zu diesem Thema äussern sich auch Eduard Kukan und der Verteidigungsminister von Mazedonien, Nikola Kljusev.

Die Ausgabe 2000 des Forums von Crans-Montana will zudem die Wirtschaftsvertreter besser in den offiziellen Teil einbinden. Erstmals finden die Gespräche zwischen Wirtschaftsvertretern und politischen Führern nicht mehr nur hinter den Kulissen sondern in öffentlichen Veranstaltungen statt. Die Veranstalter wollen damit diesem Teil des Forums mehr Gewicht geben.

Rund 70 Veranstaltungen

Vorgesehen sind acht Treffen, an denen Minister aus verschiedenen Ländern teilnehmen. Die Themenpalette reicht von der touristischen Entwicklung über die Abfallentsorgung, die Agro- Lebensmittelindustrie bis zur Privatisierung der Telekommunikation.

Insgesamt sind von Mittwoch bis Sonntag rund 70 Veranstaltungen angekündigt. An zahlreichen Anlässen erhalten die politischen Führer überdies Gelegenheit, Investitionsmöglichkeiten in ihren Ländern zu präsentieren. Anwesend sein werden deshalb zahlreiche Regierungsvertreter aus Afrika, Zentral- und Osteuropa.

swissinfo und Agenturen

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