Baselbieter Rettungsdienste sind zu 91 Prozent pünktlich am Ziel
Die Baselbieter Rettungsdienste haben 2025 die Hilfsfrist zu 91 Prozent erfüllt. Sie steigerten diesen Wert in den ersten vier Monaten des laufenden Jahres, vor allem im Oberbaselbiet und Waldenburgertal, wie die Volkswirtschafts- und Gesundheitsdirektion (VGD) am Montag mitteilte.
(Keystone-SDA) Die VGD korrigierte damit im März kommunizierte Zahlen nach oben. Irrtümlicherweise erfolgte die Zeiterfassung nicht beim Eintreffen des Rettungswagen, sondern erst später bei dessen Abfahrt. Dadurch fiel die Quote bei der Erfüllung der Hilfsfrist zu tief aus. Der Rettungsdienst des Kantonsspitals (KSBL), die Sanitätsnotrufzentrale beider Basel und das Amt für Gesundheit überprüften die Zahlen und korrigierten sie.
Damit die Daten in Zukunft korrekt ausfallen, soll ein gemeinsames Datenmonitoring etabliert werden, wie es im Communiqué heisst. Die Hilfsfristen stützen sich auf die Richtlinien des Interverbands für Rettungswesen (IVR). Diese siehen vor, dass die Sanität in 90 Prozent der Fälle den Ereignisort innerhalb von 15 Minuten erreichen muss.
Die Quote hat sich im Baselbiet in den letzten Jahren verbessert. Letztes Jahr lag sie etwas höher bei 91,5 Prozent. 2023 betrug sie 89,4 Prozent und 2022 noch 86,3 Prozent. Eine Kommissionsmotion im Landrat forderte deshalb 2022, die Hilfsfristen zu verbessern. Das Parlament genehmigte ein Jahr später eine Ausgabenerhöhung für die Rettungsdienste von 5,5 Millionen Franken für den Zeitraum 2023 bis 2025.