Tessin als neunter Universitätskanton anerkannt
Das Tessin ist neunter Universitätskanton der Schweiz. Der Bundesrat hat am Mittwoch (01.11.) die "Università della Svizzera italiana" (USI) vollumfänglich anerkannt. Sie erhält dadurch höhere Investitionsbeiträge. Ruth Dreifuss zeigt sich erfreut.
Seit ihrer Gründung 1996 wird die USI als universitäre Institution vom Bund wie die acht anderen kantonalen Hochschulen mit so genannten Grundbeiträgen subventioniert. Nach Abschluss des ersten vollständigen Studiengangs stellte der Kanton Tessin ein Gesuch um Anerkennung als Universitätskanton.
Investitionsbeiträge steigen
Nach dem positiven Beschluss des Bundesrates wird die USI voll in das schweizerische Universitäts-System integriert. Der Kanton Tessin nimmt künftig wie die Kantone Basel, Bern, Freiburg, Genf, Neuenburg, St. Gallen, Waadt und Zürich aktiv an den hochschulpolitischen Organen teil.
Mit der Anerkennung als Universitätskanton steigt der Beitragssatz bei den Investitionsbeiträgen von 45 auf 48 Prozent. Die USI führt drei Fakultäten: Architektur, Wirtschaftswissenschaften und Kommunikationswissenschaften.
Freude im Tessin und bei Ruth Dreifuss.
Die Verleihung des Titels Universitätskanton kröne über 100-jährige Anstrengungen des Tessins, sagte Bildungsministerin Ruth Dreifuss vor den Medien. Mit ihrem speziellen Profil und ihren Beziehungen zu Norditalien bette sich die USI harmonisch in die schweizerische Hochschul-Landschaft ein.
Der Bundesrat habe den Kanton Tessin immer ermuntert, eine eigene Hochschule aufzubauen, sagte Dreifuss. Die USI mit ihren drei Fakultäten Architektur, Wirtschaftswissenschaften und Kommunikationswissenschaften trage zur sprachlichen und kulturellen Vielfalt und zum Zusammenhalt des Tessins mit der Schweiz bei.
Für Staatssekretär Charles Kleiber spielt die USI mit ihren Beziehungen zum Piemont und zur Lombardei eine wichtige Rolle in der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Nach den Regionen Oberrhein und Rhône-Alpes sei jetzt auch diese dynamische Region in den Bereichen Bildung und Forschung erschlossen.
swissinfo und Agenturen
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