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London (awp/sda/afd) - Der britische Baumaterial-Konzern Wolseley plc flieht vor den hohen Steuern in England und will seinen Steuersitz in der Schweiz errichten. Der weltgrösste Heizungs- und Sanitäranbieter, der stark unter den Folgen der globalen Rezession leidet, könnte so Jahr für Jahr Millionen von Pfund sparen.
Die Gruppe soll an der Börse in Grossbritannien notiert bleiben und ihren Hauptsitz auf der britischen Kanalinsel Jersey haben, wie am Montag mitgeteilt wurde. Wolseley ist neben Grossbritannien, den USA und Kanada in 22 Ländern tätig und gehört dem Aktienindex FTSE-100 an, der die grössten Titel der Londoner Börse umfasst.
Die Verlagerung in die Schweiz werde den Steuersatz des Unternehmens von 34% auf 28% drücken, sagte Finanzchef John Martin während einer Telefonkonferenz. Das Unternehmen hätte im abgelaufenen Geschäftjahr mit Schweizer Steuersitz etwa 23 Mio GBP gespart.
Wolseley wolle die "nicht hilfreiche" britische Gesetzgebung hinter sich lassen, sagte Martin. Diese zwinge sein Unternehmen, auch Steuern auf Gewinne in anderen Ländern zu zahlen. Dadurch werde der Konzern, der 81% des Umsatzes ausserhalb Grossbritanniens erzielt, "zweifach besteuert", beklagte er.
Der Änderung müssen noch die Wolseley-Aktionäre zustimmen, die neue Holding soll den Plänen zufolge zufolge bis November entstehen. Wolseley machte im Geschäftsjahr 2009/2010, das Ende Juli endete, nach Angaben von Montag 328 Mio GBP Verlust vor Steuern. Ein Jahr zuvor waren es noch 766 Mio GBP gewesen.
Bereits in den letzten Monaten hatten mehrere britische Firmen und Hedge-Fonds ihren Sitz in die Schweiz verlagert, darunter der Versicherer Beazley. In der Schweiz treffen sie allesamt deutlich vorteilhaftere Steuerbedingungen an als in Grossbritannien.
rt

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