Gebärmutterhalskrebs-Impfungen laufen an
Die kantonalen Impfprogramme gegen Gebärmutterhalskrebs laufen an. Damit übernehmen die Krankenversicherungen die Impfkosten und es wird sichergestellt, dass alle Mädchen ab 11 Jahren Zugang zur Impfung erhalten.
Mit einer hohen Durchimpfung gegen Gebärmutterhalskrebs verursachende humane Papillomaviren (HPV) werden jährlich 160 Fälle von Gebärmutterhalskrebs, rund 50 Todesfälle und 2000 chirurgische Eingriffe wegen Krebsvorstufen verhindert, teilt das Bundesamt für Gesundheit (BAG) mit.
Mit der kantonalen Umsetzung des Impfprogramms werden die Bedingungen für eine Kostenübernahme durch die obligatorische Krankenversicherung erfüllt. Die Grundimpfung empfiehlt sich für alle Mädchen im Alter von 11 bis 14 Jahren.
Ein dauerhafter Schutz erfordert drei Injektionen innerhalb von sechs Monaten. Eine Impfdosis kostet 237 Franken.
Kritisiert wird das Impfprogramm unter anderem durch die im Forum Praxispädiatrie (FPP) organisierten Kinder- und Jugendärzte in der Schweiz. Sie nehmen Anstoss an der Sammlung der Patientendaten.
Weiter erlaube es die Massenimpfung nicht, gleichzeitig die dringend notwendige individuelle Aufklärungsarbeit bezüglich Sexualverhalten, Schwangerschaftsverhütung und allgemeine Gesundheitsprophylaxe mit den Mädchen zu thematisieren.
In der Schweiz ist Gebärmutterhalskrebs bei Frauen unter 50 Jahren die vierthäufigste Krebsart.
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