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Uhrenindustrie baute 4200 Stellen ab

In der Schweizer Uhrenindustrie sind im vergangenen Jahr 4200 Stellen verloren gegangen. Damit sank die Zahl der Arbeitsplätze um 7,9 Prozent auf 49'097, wie der Arbeitgeberverband der Schweizer Uhrenindustrie (CP) am Mittwoch mitteilte.

Die Uhrenindustrie zähle nach dem starken Anstieg im Vorjahr nun wieder etwa gleich viele Arbeitsplätze wie 2007. Der Stellenabbau sei im vergangenen Jahr weniger schlimm ausgefallen, als aufgrund der Wirtschaftskrise befürchtet, hiess es.

Über die vergangenen fünf Jahre habe die Branche immer noch um über 9000 Stellen zugelegt. Seit dem Tiefpunkt im Jahr 1987 beträgt die Zunahme sogar rund 19’000 Stellen.

Zum Stichtag per 30. September 2009 zählte die Branche noch 609 Unternehmen, 20 (-3,2%) weniger als ein Jahr zuvor. Dabei sei es weniger zu Pleiten gekommen als zu Übernahmen und Fusionen, schreibt der Verband weiter.

Am härtesten vom Stellenabbau getroffen wurde infolge des Nachfrageeinbruchs die Produktion, zu der auch Forschung und Entwicklung gezählt werden. Hier sank die Zahl der Arbeitsplätze um 9,8% auf 36’275.

Nach dem Taucher im vergangenen Jahr hat sich die exportorientierte Branche inzwischen auffangen können. Während die Ausfuhren 2009 um 22,3% eingebrochen waren, nahmen sie in den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres um 15,8% zu.

Abgeschwächt hat sich 2009 der Boom bei den Lehrlingsplätzen. Nach einem Wachstum um gesamthaft 25% in den beiden Vorjahren betrug die Zunahme im vergangenen Jahr noch 3,7 Prozent oder 36 zusätzliche Lehrstellen.

swissinfo.ch und Agenturen

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