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Corona-Skeptiker bilden Menschenkette am Bodensee

Corona-Skeptiker bilden eine Menschenkette im Gebiet "Klein-Venedig" am Bodensee in Konstanz. KEYSTONE/GIAN EHRENZELLER sda-ats
Dieser Inhalt wurde am 03. Oktober 2020 - 16:34 publiziert
(Keystone-SDA)

Am Bodenseeufer in Konstanz und Kreuzlingen haben Kritiker der Corona-Massnahmen am Samstagnachmittag eine Menschenkette gebildet. Daneben kam es auch zu Gegenkundgebungen.

Grössere Menschenansammlungen gab es vor allem auf der Konstanzer Seite im Gebiet "Klein Venedig" am See. Dort versammelten sich auch rund 60 linke Demonstrantinnen und Demonstranten aus der Region Kreuzlingen. Sie zogen mit Transparenten friedlich an der Menschenkette der Corona-Skeptiker vorbei.

"Nazis raus - Masken auf" oder "Meinungsfreiheit und Grundrechte ja - Rechtsradikale tolerieren und den Gesundheitsschutz anderer ignorieren nein", hiess es auf Transparenten. Die Corona-Massnahmen dürften durchaus kontrovers diskutiert werden, sagte Organisatorin Charis Kuntzemüller von der SP Kreuzlingen.

Unter dem Deckmantel der Pandemie würden aber auch extremistische und rassistische Gruppierungen mitlaufen. Dagegen richte sich der Protest der Linken. "Wir stehen hinter den staatlichen Massnahmen des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), sagte Kuntzemüller der Nachrichtenagentur Keystone-SDA.

"Spread Love, not Corona"

Man solidarisiere sich auch mit den über 20 Bürgerinitiativen aus Konstanz, die unter dem Motto "Spread Love, not Corona" für Corona-Massnahmen demonstrierten. So zogen auf der deutschen Seite der Grenze mehrere Hundert Personen lautstark an der Menschenkette der Corona-Skeptiker vorbei, begleitet von einem Polizeiaufgebot.

Insgesamt sind für Samstag und Sonntag rund 30 Kundgebungen in Konstanz und Kreuzlingen bewilligt. Die Stadt Konstanz rechnet mit mehreren Tausend Personen. Die Konstanzer Polizei und die Thurgauer Kantonspolizei sind mit Grossaufgeboten vor Ort.

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