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Covid-19 Geringe Erwartungen an ein Highlife in Schweizer Berghütten

Schweizer Alphütten legen nicht gerade den roten Teppich für ihre Gäste aus: Besucher dürfen nur kommen, wenn sie eine Maske, Desinfektionsmittel und ihre eigenen Schlafsack-Einlagen mitbringen. Seltsame Zeiten verlangen nach seltsamen Massnahmen, und die Betreiber der Berghütten sagen, sie seien froh, wenigstens ihre Türen wieder öffnen zu können.

Die Berghütten gehören zu den Betrieben, denen die Regierung die Wiedereröffnung ab dem 11. Mai gestattet. In der Schweiz bieten diese Hütten gemütliche Unterkünfte mit vollem Service, wie man es anderswo in Berggebieten selten findet.

In der Schweiz gibt es etwa 250 Hütten. Sie sind Teil eines alpenweiten rund 1200 Hütten zählenden Netzwerks. Sie bieten Betten für Zehntausende von Wanderern und Bergsteigern, oft in beengten Schlafsälen, in denen die Ellbogenfreiheit eingeschränkt ist. Das wird sich nun natürlich ändern, denn auch im Schlafsaal muss "Social Distancing" respektiert werden.

Was für Gäste eine gute Nachricht bedeuten kann, ist für die Betreiber ein finanzielles Problem: Sie haben hohe Kosten für den Betrieb und die Instandhaltung von Unterkünften an hoch gelegenen und oft schwer zugänglichen Orten. Und ihr Gewinn ist selbst während der Hochsaison in normalen Zeiten gering, wenn sie zusätzliche Matratzen auf den Böden der Speisesäle auslegen müssen, um alle Gäste unterzubringen, die anklopfen.

Nur halb voll

Christian Wäfler, der Hüttenwart der Lämmerenhütte (siehe Fotogalerie), teilte swissinfo.ch mit, dass er für diesen Sommer nur mit einer Auslastung von 50% rechne und dennoch mehr Geld als üblich investieren müsse, um zusätzliche Sicherheitsmassnahmen wie die Anschaffung von Plexiglasabsperrungen zwischen den Tischen zu bezahlen.

Die Lämmerenhütte, die hoch über dem Gemmipass liegt, der die Berner mit den Walliser Alpen verbindet, hat eine Investition von 2,5 Millionen Franken für eine grössere Renovierung im Jahr 2017 noch nicht amortisiert.

Die Hüttenbesitzer sind grösstenteils lokale Sektionen des Schweizer Alpen-Clubs (SAC-CAS)externer Link. Dieser finanziert sich zum grössten Teil durch die Jahresbeiträge seiner 150'000 Mitglieder sowie durch Einnahmen aus organisierten Touren und Kursen; er bietet Kurse in Kletter- und Skitourentechnik, Bergrettung und anderem an.

Ein Teil der Einnahmen ist für die Renovierung der Hütten vorgesehen, aber aufgrund der Zwangsschliessung der Hütten im Frühjahr wird dieses Jahr weniger Geld zur Verfügung stehen. Dies führte zu einem Verlust von rund 7,5 Millionen Franken, wie das öffentlich-rechtliche Schweizer Fernsehen SRF kürzlich berichtete.

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