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Das Neckertal weist die tiefste Maturitätsquote der Ostschweiz auf

In der Region Neckertal haben in den vergangenen Jahren nur 20 Prozent der Jugendlichen die Matura abgeschlossen. Das ist der tiefste Wert in der Ostschweiz. Im St. Galler Stadtteil Rotmonten waren es hingegen 64 Prozent. Das Bundesamt für Statistik wertete dafür Zahlen von 2010 bis 2024 aus.

(Keystone-SDA) Die Ostschweiz hinkt bei der Maturitätsquote noch immer hinterher. Schweizweit liegt diese bei 42,9 Prozent. In den Ostschweizer Kantonen kam sie im Durchschnitt der Jahre 2022 bis 2024 zwischen 33,1 Prozent (Appenzell Ausserrhoden) und 34,4 Prozent (Thurgau) zu stehen. In St. Gallen liegt die Quote gemäss kantonalem Amt für Statistik bei 33,8 Prozent.

Auffallend sind jedoch die teils grossen regionalen Unterschiede. Das verdeutlichen die am Montag veröffentlichten Zahlen des Bundesamtes für Statistik (BFS). Im Toggenburg oder in einigen Gemeinden des Thurgaus absolvierten weniger als 30 Prozent der Jugendlichen bis zum 25. Altersjahr eine gymnasiale Matura oder eine Berufs- beziehungsweise Fachmatura. Auch in Rorschach und St. Margrethen waren sie mit 22 Prozent auffallend tief.

Das Bundesamt für Statistik führt die tieferen Quoten in städtischen Gebieten auf komplexe soziale Strukturen, einen höheren Anteil fremdsprachiger Schülerinnen und Schüler sowie mehr Haushalte mit tiefem Einkommen zurück. Im St. Galler Lachenquartier liegt die Quote bei 28 Prozent, in St. Fiden und Langgass-Heiligkreuz bei 30 Prozent.

Höher als in allen anderen Regionen der Ostschweiz ist die Quote hingegen an bevorzugten Wohnlagen der Stadt St. Gallen. In den Quartieren Rosenberg und Rotmonten haben 64 Prozent der 25-Jährigen einen Maturitätsabschluss.

Appenzell Innerrhoden ist Spitzenreiter

Weitaus besser schneidet die Ostschweiz im schweizweiten Vergleich bei der Abschlussquote für die Sekundarstufe II ab:

In Appenzell Innerrhoden haben 97,1 Prozent der Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis zum 25. Altersjahr eine Berufslehre oder eine Maturität abgeschlossen. Einen höheren Wert weist kein anderer Kanton auf. Doch auch Appenzell Ausserrhoden (93,9 Prozent), St. Gallen (93,1) und der Thurgau (92,9) liegen hier über dem nationalen Schnitt von 91,7 Prozent.

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