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Athletissima: Bestzeit und Demo

André Bucher beglückt seine Supporter in Lausanne nach seiner Weltbestzeit. Keystone

An der Athletissima in Lausanne brillierten die Sportler mit Bestmarken, für den Höhepunkt sorgte André Bucher mit einer Weltbestzeit. Das sportliche Gemüt überschattete lediglich eine Demonstration von Menschenrechtlern gegen Olympia in China - bis Meeting-Direktor Delapierre sie abführen liess.

Für den Höhepunkt des Grand-Prix-I-Meetings Athletissima in Lausanne sorgte der Luzerner André Bucher, der vor 13’500 begeisterten Zuschauenden seinen zweiten grossen Karriere-Sieg mit einer Jahres-Weltbestzeit von 1:43,58 erzielte. Aber auch die Konkurrenz lief Bestzeiten: Maurice Greene (100 m/9,90, JWB egalisiert), Ramon Clay (200 m/20,05), Ali Saidi-Sief (1500 m/3:29,51), Paul Bitok (3000 m/7:32,61) sowie Angelo Taylor (400 m Hürden/47,95) und Jeff Hartwig (Stab/5,90, JWB egalisiert) sorgten für sechs weitere Jahres-Bestmarken an dieser hochstehenden Veranstaltung.

Berner gehen nach Edmonton

Bei optimalen Bedingungen brillierte aus Schweizer Sicht auch der Langhürdler Alain Rohr, der in der Saisonbestzeit von 49,19 Sekunden den Olympia-Richtwert um 31 Hundertstel unterbot. Endlich hat Anita Brägger über 800 m die 2-Minuten-Schallmauer durchbrochen. In einem mutigen Rennen, in dem sie frech die Pace mitging und nach einer Runde in 56,95 Sekunden passierte, lief die gebürtige Urnerin, die nun für den ST Bern startete, in 1:59,66 Minuten auf Rang 7. Damit rückte die Schweizer 400-m-Meisterin in der «ewigen» Bestenliste hinter Rekordhalterin Sandra Gasser (1:58,90), an die zweite Stelle vor.

Die Schweizer WM-Delegation für Edmonton besteht nun aus sechs Athleten: Neben Rohr, Brägger und André Bucher sind dies Peter Philipp (1500 m), Christian Belz (3000 m Steeple) und Sabine Fischer (1500 m). Nicht geschafft hat den Richtwert der 110-m-Hürdenläufer Ivan Bitzi (13,92), der in Lausanne seine letzte Chance nicht nutzen konnte.

Demonstration gegen Peking

Meeting-Direktor Jacky Delapierre sah sich genötigt, persönlich einzugreifen, als Menschenrechts-Aktivisten auf dem Platz eine Banderole mit der Parole «No Olympics in Beijing» entrollten. Die Störefriede wurden nachher vor den Augen von IOC-Präsident Juan-Antonio Samaranch abgeführt.

swissinfo und Agenturen

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