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Aus für Hingis und Rosset

Martina Hingis war in Moskau chancenlos. Keystone

Martina Hingis scheiterte auch in Moskau. Sie verlor im Viertelfinal gegen Jelena Dementjewa (WTA 13) in 71 Minuten 2:6, 2:6. Ebenfalls in der Runde der letzten acht verlor Marc Rosset gegen den Deutschen Nicolas Kiefer (ATP 39) 3:6, 6:7 (1:7).

Im Vorjahr hatte sich Hingis in Moskau gegen Lokalmatadorin Jelena Dementjewa in den Viertelfinals noch 6:0, 6:7, 7:5 durchgesetzt und in der Folge das Turnier gewonnen. Diesmal war sie chancenlos. Bevor Hingis das erste Game gewann, hatte sich die Russin bereits einen Satzball erspielt. Dank eines Breaks blieb Hingis aber immerhin die «Höchststrafe» eines 0:6 erspart.

Eklatante Schwächen wies die Schweizerin erneut beim Service auf. Nur eines von insgesamt acht Aufschlagsspielen (zum 2:5 im ersten Satz) brachte sie durch. Noch schlimmer war am Freitag Hingis‘ Grundlinienspiel: Der 21-Jährigen unterliefen in bloss 16 Games 40 vermeidbare Fehler. Eine derartige Fehlerorgie produzierte Hingis zuvor wohl noch nie.

Der Kremlin-Cup in der russischen Metropole ist für Hingis das schlechteste Turnier in einer bislang ziemlich missglückten Saison. Nur in Wimbledon verlor sie noch früher (4:6, 2:6 in der 1.Runde gegen Virginia Ruano-Pascual), damals war sie jedoch verletzt.

In Moskau startete Hingis nach einer Trainingsphase in Trübbach voller Tatendrang und Enthusiasmus: Nach einem Freilos in der 1.Runde und dem mühsam erkämpften Sieg über Sandra Kleinova (WTA 135) folgte aber die resultatmässig brutalste Niederlage seit dem 2:6, 0:6 gegen Jelena Dokic im Juni 1999 in Wimbledon (1. Runde).

Spitzenplatz gefährdet

Diese Niederlage wird Folgen haben. Der Vorsprung in der Weltrangliste auf Verfolgerin Jennifer Capriati schmilzt auf 117 Punkte zusammen. Nächste Woche muss Hingis das Turnier von Filderstadt gewinnen, um die Nummer 1 bleiben zu können.

Im Stuttgarter Vorort befinden sich indes auch Jennifer Capriati, Lindsay Davenport und trotz der Absage von Venus Williams insgesamt sieben Top-Ten-Spielerinnen am Start. Nicht einmal der Turniersieg in Filderstadt garantiert Hingis derzeit, dass sie übernächste Woche in Kloten noch als Weltnummer 1 antreten kann.

Rosset vergab drei Satzbälle

Marc Rosset ist in Moskau wie schon Roger Federer an Nicolas Kiefer gescheitert. Der Genfer hätte in seinem ersten Viertelfinal-Spiel des Jahres zumindest den dritten Satz erreichen müssen. Beim Stand von 5:4 und 0:40 bei Aufschlag Kiefer liess der Genfer drei Breakbälle zum Satzausgleich ungenutzt verstreichen. Im Tiebreak lag Rosset dann hoffnungslos 0:6 zurück.

Das Ausscheiden des Genfers war keineswegs zwingend. Elf Doppelfehler und bloss zwei verwertete Breakbälle von den insgeamt 13 Möglichkeiten liessen den Deutschen auf die Siegerstrasse einbiegen.

Rosset (ATP 103), der beim Turnier 2000 in Moskau noch die Halbfinals erreicht hatte, wird in der Weltrangliste vorerst nicht weiter abrutschen. Im letzten Jahr wurde das Turnier in Moskau erst Ende Oktober ausgetragen. Die Punkte bleiben somit noch drei Wochen in der Wertung.

swissinfo und Agenturen

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