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DEZA: Sicherheit in Irak fehlt

Die USA wollen alles tun, damit Schweizer Hilfe zu den Bedürftigen kommt. Keystone

Hilfswerke können nicht so arbeiten, wie sie möchten: Zu unsicher ist die Lage. Die USA und Grossbritannien wollen sich jetzt verstärkt für mehr öffentliche Sicherheit einzusetzen.

Das haben sie einer Delegation der DEZA versprochen.

«Uns wurde jede Unterstützung zugesichert», sagt Toni Frisch, Delegierter der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) gegenüber swissinfo. Seit Donnerstag weilt er in Irak um die dringendsten Bedürfnisse der Bevölkerung abzuklären und die Hilfe mit andern Hilfswerken zu koordinieren.

Die Schweiz beteiligt sich dieses Jahr mit insgesamt 30 Mio. Franken an Hilfsprojekten in Irak. Der Bundesrat hatte Mitte April das bestehende Budget von zehn Millionen um 20 Millionen für humanitäre Hilfe verdreifacht.

Davon gehen 11,5 Mio. Franken an das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Weiter werden UNO-Organisationen wie das Flüchtlingshilfswerk (UNHCR) sowie Nichtregierungs-Organisationen (NGO) unterstützt.

Prekäre Sicherheitslage

«Unsere grösste Sorge ist die Sicherheitslage», erklärt Frisch. «Immer noch kommt es zu Plünderungen und sogar Entführungen.» Frisch führte bei seiner Reiser Gespräche mit britischen und amerikanischen Verantwortlichen für die humanitäre Hilfe.

Diese sicherten den Schweizern zu, es würden mehr Truppen nach Bagdad geschickt. Auch rund die Hälfte der Polizisten sei bereits wieder im Dienst, teilweise auch bewaffnet, hiess es.

Ex-General Garner hatte keine Zeit

Frisch präsentierte bei seinen Treffen das Programm der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) für Irak. «Wir beschrieben unsere Programme, wo wir Hilfe leisten wollten und wer unsere Partner sind», erklärte Frisch. «Es ist gut aufgenommen worden und es wurden uns keine Auflagen gemacht.»

Er betonte, dass ein gutes Verhältnis zwischen den Besatzungsmächten und der Schweiz bestehe. «Wir respektieren sie als Besatzungsmächte mit ihren Verpflichtungen und Funktionen, sie respektieren uns als unabhängige, neutrale Vertretung einer staatlichen Hilfs-Organisation.»

Ursprünglich war ein Treffen mit US-Zivilverwalter und Ex-General Jay Garner geplant gewesen, dieses musste jedoch aus Termingründen seitens der USA kurzfristig abgesagt werden.

swissinfo

Die DEZA plante ursprünglich für 2003 rund 4,5 Mio. Franken in Irak einzusetzen. Der Betrag wurde vorerst auf 10 Millionen aufgestockt und Mitte April hat der Bundesrat zusätzlich 20 Mio. Franken für humanitäre Hilfe gesprochen. Das Gesamtbudget liegt damit bei 30 Millionen.

Die Schweiz engagiert sich dieses Jahr mit insgesamt 30 Mio. Franken an Hilfsprojekten in Irak. Zwei Drittel davon stehen der humanitären Hilfe zur Verfügung.

Seit Dienstag ist das schweizerische Verbindungsbüro in Bagdad wieder in Betrieb.

In Bagdad soll der Koordinator der DEZA-Aktivitäten, Daniel Beyeler, eine Bestandesaufnahme der dringlichsten Bedürfnisse erstellen. Schwerpunkte sind die Gesundheits- und Wasserversorgung.

Die Schweiz leistet seit 1993 humanitäre Hilfe in Irak.

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