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Dieter Rehm in zwei Disziplinen für EM-Final qualifiziert

Der 26-jährige Zürcher Dieter Rehm hat sich am Freitag (26.05.) an der EM in Bremen sowohl in seiner Spezialdisziplin Pferdsprung als auch am Reck für den Final qualifiziert. Der Mannschaftstitel ging an Russland, die Schweiz erreichte Platz 10.

Rehms Stärke: Leistung zur Stunde X

Dieter Rehm qualifizierte sich im Pferdsprung mit der Note von 9,662 als Vierter für den Final und am Reck mit einer Note von 9,562 als Siebenter. Höhere Wertungen als er erreichten im Pferdsprung nur der Rumäne Marian Dragulescu (9,725) und der Ukrainer Alexander Beresch (9,712). Die gleiche Note wie Rehm erhielt auch der zweite Ukrainer Alexander Swetlischny, der aufgrund der Quersumme aber besser klassiert wurde.

Der Leader des Schweizer Teams steht damit zum dritten Mal in Folge an Europameisterschaften im Pferdsprung-Final. Rehm hofft nun auf den dritten Medaillengewinn in Folge, nachdem er 1996 Silber, 1998 Bronze und dazu auch noch an der WM 1999 Bronze errungen hatte.

Rehms Konstanz ist erstaunlich, zumal er im Verlaufe der Woche im Training keine überduchschnittlichen Leistungen geboten und bei der EM-Hauptprobe am letzten Wochenende in Berlin arg gepatzt hatte. «Es ist meine Stärke, zur Stunde X meinte beste Leistung zu bringen», sagt der ausgesprochene Wettkampftyp Rehm.

Alles klar für Sydney

Vergessen sind damit die Querelen, die im Vorfeld der EM wegen seiner Selektion entstanden waren. Bei strenger Interpretion des unsinnigen Selektionsregelementes hätte er – als nur 8. Der internen Rangliste – gar nicht starten dürfen. «Ich hoffe, dass damit das Gerede zu Ende ist», hakt Rehm die Sache ab. Und Chefcoach Peter Kotzurek, der ihm die EM-Teilnahme so schwer gemacht hatte, bestätigt: «Damit haben die Diskussionen ein Ende gefunden. Didi wird selbstverständlich in Sydney dabei sein».

Auch Weibel und Schweizer in Finalnähe

Zuversichtlich stimmen auch verschiedene individuelle Schweizer Leistungen. So verpasste Andreas Schweizer den Ringfinal nur um einen Zehntelpunkt, und Martin Weibel hätte den Reck-Final problemlos erreicht, wenn er beim «Flieger» nicht gestürzt wäre.»Das passiert mir heuer erst das zweite Mal», ärgerte sich Weibel und der Allrounder Andreas Schweizer bedauerte, dass er aus Rücksichtnahme auf die Mannschaft nicht alle Disziplinen bestreiten durfte: «Sonst hätte ich im Mehrkampf locker den Final erreicht», war Schweizer überzeugt.

swissinfo und Agenturen

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