Entführte IKRK-Mitarbeiter unverletzt
Die drei IKRK-Mitarbeiter, die am Donnerstag auf den Philippinen entführt wurden, sind unverletzt. Dies hätten die Verschleppten in einem Telefonanruf versichert, gab die in Genf basierte Organisation bekannt.
Die humanitäre Organisation hat ein Lebenszeichen der Verschleppten. Andreas Notter und seinen zwei Begleitern sei es gelungen, per Telefon Kontakt mit dem IKRK aufzunehmen, sagte Sprecher Marçel Izard.
«Wir waren sehr froh, ihre Stimmen zu hören und zu wissen, dass sie am Leben sind», sagte Izard. Gleichzeitig schränkte er aber ein, dass ihr tatsächlicher Gesundheitszustand nicht am Telefon beurteilt werden könne. Das IKRK sei sehr besorgt über Sicherheit und Wohlergehen der entführten Mitarbeiter.
Aus Kreisen des philippinischen Militärs verlautete am Sonntag, dass die Entführer von der muslimischen Separatistenorganisation Abu Sayyaf ihre Geiseln nur gegen eine Summe von mindestens fünf Mio. Dollar freilassen wollen. Berichte über Lösegeldforderungen wollte das IKRK in Genf nicht kommentieren.
Bei den drei Entführten handelt es sich um den Chef des lokalen IKRK-Büros, den Schweizer Andreas Notter, sowie eine Philippinin und einen Italiener. Sie waren am Donnerstag nach einer Gefängnisinspektion verschleppt worden.
Am Samstag hatte das IKRK den temporären Rückzug aus dem Süden der Philippen bekanntgegeben, dies aus Gründen der Sicherheit.
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