Entführte IKRK-Mitarbeiter wohlauf
Eine Vertreterin der philippinischen Regierung hat am Mittwoch die entführten drei IKRK-Mitarbeiter besucht. Die Frau und die zwei Männer seien bei guter Gesundheit, sagte Ann Sahidulla, Vizegouverneurin der Insel Jolo.
Es handelte sich um den ersten direkten Kontakt eines Behördenmitglieds mit den drei Mitarbeitern des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) mit Hauptsitz in Genf.
Der 38-jährige Aargauer Andreas Notter, der 62-jährige Italiener Eugenio Vagni und die 37-jährige Philippinin Mary-Jean Lacaba waren vor zwei Wochen im Süden der Insel entführt worden.
«Der persönliche Kontakt ist ein positives Zeichen», sagte Alain Aeschlimann, zuständig beim IKRK für die Region Asien-Pazifik. Sahidulla habe den Gesundheitszustand der drei Mitarbeiter als gut bezeichnet.
Laut dem Gouverneur von Jolo, Sakur Tan, habe die Behördenvertreterin den Entführern klar gemacht, dass kein Lösegeld fliessen wird. «Unser Grundsatz ist sehr klar: Kein Lösegeld.» Eine Zahlung sei tabu; es sei wie der Kauf und Verkauf von Menschen, erklärte er.
Das Rote Kreuz hatte gemäss eigenen Angaben zuletzt am Mittwoch telefonischen Kontakt mit den Entführten. «Sie tönen immer noch ruhig und gefasst und sagen, dass es ihnen gut geht», erklärte Aeschlimann.
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