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Grippe-Impfspray mit Nebenwirkungen?

Der Grippenspray Nasaflu soll für Berna ein grosses Geschäft werden. Keystone Archive

Das Bundesamt für Gesundheit (BAG) hat die Berner Biotechfirma Berna angewiesen, zusätzliche Abklärungen in Bezug auf deren Grippe-Impfspray «Nasalflu» vorzunehmen. Es geht dabei um mögliche Nebenwirkungen des Nasensprays.

Bei den bisher unbekannten möglichen Nebenwirkungen handelt es sich um vorübergehende halbseitige Gesichtslähmungen, wie BAG-Sprecher Lorenz Hess am Montag (13.08.) einen Bericht der «SonntagsZeitung» bestätigte. Die rund 50 Fälle, vor allem im Raum Zürich, seien erst nach der vergangenen Impfperiode bekannt geworden.

Es habe sich daher nicht aufgedrängt, «Nasalflu» vorsorglich vom Markt zu nehmen, sagte Hess weiter. Da jedes Jahr mit etwas anderen Impfstoffen gegen Grippe geimpft werde, müssten ohnehin für jede Impfsaison neue Bewilligungen eingeholt werden.

Im Hinblick auf dieses Zulassungsverfahren soll nun eine Studie des Zürcher Instituts für Sozial- und Präventivmedizin abklären, ob die Lähmungs-Erscheinungen tatsächlich auf «Nasalflu» zurückzuführen sind. Die Lähmungen könnten von Stunden bis zu Wochen anhalten, sagte Partik Richard, Sprecher des «Nasalflu»-Herstellers Berna, dem vormaligen Schweizerischen Serum- und Impfinstitut.

Rasche Abklärungen in den nächsten Wochen

Richard geht davon aus, dass die Studie im Verlauf des Septembers dem BAG überreicht werden kann. Schon jetzt zeige sich jedoch, dass die Lähmungen kaum mit «Nasalflu» in Verbindung gebracht werden könnten.

Das von der Berna entwickelte «Nasalflu» wurde erstmals in der Grippe-Impfsaison 2000 eingesetzt. Statt gespritzt wird der Impstoff vom Arzt mit einem Nasenspray direkt auf die Nasenschleimhaut appliziert. Dadurch soll der Impfschutz schneller erfolgen und eine geimpfte Person insbesondere weniger lange ansteckend sein.

swissinfo und Agenturen

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