Hingis bei einer Zeremonie in Tokio anlässlich des 30-jährigen Jubiläums der Pan Pacific Open im September 2013. (Reuters/Toru Hanai)
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Die elfjährige Hingis mit ihrer Mutter und Trainerin Melanie Molitor, 1991 in Trübbach im Kanton St. Gallen. (Keystone/Arno Balzarini)
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Mit 11 Jahren war Hingis bereits Schweizer Meisterin in der Altersklasse 13/14 und galt bereits als grosse Hoffnung des Schweizer Frauentennis. (Keystone/Arno Balzarini)
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Triumph: Martina Hingis besiegt Venus Williams im Finale der US Open 1997. (AP Foto/Elise Amendola)
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Hingis bei der Premiere des neuesten Bond-Films 1997, in Begleitung des damaligen Mister Schweiz. (Keystone/Niklaus Stauss)
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Hingis schlägt Amélie Mauresmo bei ihren dritten Australian Open 1999. (AP Foto/Steve Holland)
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Auf dem Weg in die Niederlage: Gegen Jennifer Capriati sieht Hingis im Finale der Australian Open 2001 kein Land. (AP Foto/Mogens Johansen)
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Auf dem roten Teppich: Martina Hingis 2005 anlässlich der Verleihung der Goldenen Kamera in Berlin. (DPA/Hubert Boesl)
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Final des Pan Pacific Open 2007: In Extremis erreicht Hingis auch diesen Ball. (Reuters/Kim Kyung-Hoon)
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Der Tiefpunkt: Hingis stellt sich 2007 der Presse, nachdem sie in Wimbledon positiv auf Kokain getestet worden war. Sie streitet die Anschuldigungen ab, verkündet aber ihren Rücktritt als Tennisprofi. (Keystone/Walter Bieri)
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Mit der Russin Anna Kournikova in Wimbledon 2010. (Keystone)
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Als Doppelspielerin in Wimbledon 2014. (AP Foto/Ben Curtis)
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Hingis (links, in orange) und die Inderin Sania Mirza feiern ihren Sieg an den Australian Open 2016. (Reuters/Jason Reed)
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Yung-Jan Chan aus Taiwan sollte letzte Doppelpartnerin in der langen Karriere von Martina Hingis sein: Das Paar gewann 2017 die US Open. (Reuters/Andrew Kelly)
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Der erfolgreichste Tennisstar der Schweiz ist zurückgetreten. Nein, nicht Roger Federer. Martina Hingis, Siegerin von 25 Grand-Slam-Turnieren, legt ihr Tennisracket (zum dritten Mal) an den Nagel. swissinfo.ch blickt zurück auf eine grossartige und – abseits des Tenniscourts auch bunte – Karriere.
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Ich schreibe Artikel über und für die Auslandschweizer:innen, über «die ungewöhnliche Schweiz» sowie tägliche/wöchentliche Briefings. Ausserdem übersetze, editiere und redigiere ich Artikel für die englische Redaktion und spreche Voiceover-Kommentare für Videos ein.
Ich bin in London geboren, habe einen Abschluss in Deutsch/Linguistik und war Journalist bei der Zeitung The Independent, bevor ich 2005 nach Bern gezogen bin. Ich spreche alle drei offiziellen Amtssprachen des Bundes und geniesse es, die Schweiz zu bereisen und sie zu üben, vor allem in Pubs, Restaurants und Gelaterias.
Ester Unterfinger (Bildredaktion), Thomas Stephens (Text)
Hingis hat in ihren 37 Jahren mehr erlebt als andere in einem ganzen Leben: 1980 in der heutigen Slowakei geboren und nach der damaligen Dominatorin Martina Navratilova getauft, kam sie im Alter von sieben Jahren in die Schweiz, als ihre Mutter einen Schweizer heiratete. Da hatte sie bereits fünf Jahre lang Tennis gespielt.
Es folgte der kometenhafte Aufstieg: Mit 13 wurde der Teenager Profi, mit 14 gewann sie ihr erstes Grand-Slam-Match, mit 15 besiegte sie die damalige Dominatorin Steffi Graf. 1996 gewann sie mit 16 Jahren in Wimbledon ihren ersten Grand-Slam-Titel – und wurde damit zur Nummer 1 des Frauentennis. Hingis hält noch immer die Rekorde für den jüngsten Sieger eines Grand-Slam-Einzel-Titels und die jüngste Weltnummer 1.
Doch trotz ihres Erfolgs – sie gewann fünf Grand-Slam-Titel im Einzel, 13 im Doppel und sieben im Mixed-Doppel: In der Schweiz selbst war die «Swiss Miss» nie der unumschränkte Publikumsliebling. Es ist zugegebenermassen schwierig, mit einem Roger Federer zu konkurrieren, aber wegen Launenhaftigkeit an einem Grand Slam Finale ausgebuht zu werden und wegen Kokainkonsums (den sie abstritt) gesperrt zu werden, sind jedenfalls selten gute Karriereschritte.
In einem bemerkenswerten Comeback 2013, bei dem sie sich ausschliesslich auf die Doppelbewerbe konzentrierte, machte der stets lächelnden Hingis das Tennisspielen jedoch nochmals so richtig Spass. Das führte zu einer aussergewöhnlichen Erfolgsserie: Zehn Grand-Slam-Titel im Doppel oder Mixed-Doppel gingen nochmals auf ihr Konto.
Wie Hingis selbst in einem InterviewExterner Link von 2015 sagte: «Wenn ich eines nie war, dann langweilig».
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