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Vor allem europäische Investoren haben 2025 Schweizer KMU gekauft

Ein Mann an einer Maschine
Blick in eine Maschinenfertigungsfabrik. Die vielen KMU sind das Rückgrat der exportstarken Industrie. Gaetan Bally / Keystone

Schweizer KMU sind offenbar attraktiv für ausländische Käufer. Das zeigt eine neue Analystenauswertung der Beratungsfirma Deloitte. Das ist nicht ganz neu: Es gibt viele hochspezialisierte Nischenplayer, die nicht selten Weltklasse sind. Aber noch nie wurden so viele Schweizer KMU von ausländischen Investoren aufgekauft wie im vergangenen Jahr. SRF-Wirtschaftsredaktorin Charlotte Jacquemart ordnet das ein.

Wie viele Schweizer KMU wurden 2025 von ausländischen Investoren aufgekauft?

2025 wurden 104 Schweizer KMU von ausländischen Investoren aufgekauft. Das sind 65% mehr als im Jahr zuvor und so viele wie nie seit 2013. Damals erhob das Beratungsunternehmen Deloitte erstmals die Daten zu Zukäufen und Verkäufen von hiesigen KMU.

Als KMU gelten in der Befragung von Deloitte Firmen mit mehr als 10 Millionen Franken Umsatz, aber weniger als 250 Angestellten. Der Firmenwert muss zudem zwischen 5 und 500 Millionen Franken liegen. Gemeint sind eben klassische KMU, die zwei Drittel aller Erwerbstätigen in der Schweiz beschäftigen.

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Aus welchen Ländern stammen die Käufer?

Auffällig: 2025 landeten deutlich weniger KMU in US-Händen als früher. Stärker zugegriffen haben dafür europäische Investoren. Sie seien für vier von fünf Transaktionen verantwortlich, zeigt die Deloitte-Analyse. Dass US-Investoren 2025 weniger zugekauft haben, führen die Deloitte-Experten auf den schwachen Dollar und die Trump’sche Zollpolitik zurück. Einkäufe im Ausland sind für US-Investoren teurer geworden.

Und so stellten 2025 französische Käufer mit 27% die grösste Gruppe der ausländischen Investoren dar, vor den deutschen mit 19%. Stark zugelegt haben auch die Investoren aus dem restlichen Europa, darunter vor allem aus den nordischen Ländern.

Wie viele Schweizer Firmen kauften im Ausland zu?

Transaktionen finden auch in die andere Richtung statt: Laut der Analyse von Deloitte haben letztes Jahr 51 Schweizer Investoren eine Firma im Ausland gekauft. Das ist ein Viertel weniger als im Jahr 2024. Die Expert:innen von Deloitte führen das darauf zurück, dass die geopolitische Unsicherheit Investoren und Firmen in der Schweiz hat vorsichtig werden lassen.

Sind bald keine KMU mehr in Schweizer Besitz?

Man muss sich keine Sorgen machen, dass Schweizer KMU in der Schweiz aussterben. Derzeit gibt es hierzulande 620’000 KMU – und es entstehen ständig immer wieder neue.

Hier geht es zur Deloitte-Studie.Externer Link

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