Prozess zu Tötungsdelikt von Locarno
Vor dem Geschworenengericht Locarno ist am Montag der Prozess um eine tödliche Schlägerei eröffnet worden. Auf der Anklagebank sitzen drei junge Männer mit Migrations-Hintergrund. Sie sollen den 22-jährigen Studenten zu Tode geprügelt haben.
Die Tessiner Staatsanwaltschaft wirft dem Trio aus Bosnien und Kroatien im Alter von 18, 19 und 21 Jahren vorsätzliche Tötung, Tätlichkeiten, Verstoss gegen das Betäubungsmittelgesetz und Pornografie vor.
Die drei mutmasslichen Schläger sollen den Studenten Damiano Tamagni in der Nacht des 1. Februar 2008 während des Karnevals von Locarno auf der Strasse brutal verprügelt und so schwer verletzt haben, dass er später im Spital starb.
Laut Tessiner Medienberichten bestritten die Angeklagten während den Ermittlungen jedoch, das am Boden liegende Opfer mit Füssen getreten zu haben. Einer der Verteidiger hat beim Gericht ein Gutachten eingereicht, wonach der Riss der Arterie nicht zweifelsfrei auf die Fusstritte zurückzuführen sei, wie das Fernsehen der italienischen Schweiz vor kurzem berichtete.
Wann das Urteil gefällt wird, steht noch nicht fest.
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