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Schweiz und Tschechien im Davis Cup gleichauf

Rot/Weiss in Prag: Viele Schweizer Fans stärkten Roger Federer den Rücken. Keystone

Nach dem ersten Tag im Davis Cup steht es zwischen der Schweiz und Tschechien 1:1. Der Tennis-Länderkampf ist damit weiter offen.

Roger Federer brachte die Schweiz gegen Radek Stepanek 1:0 in Führung, musste aber über vier Sätze gehen. Im zweiten Match verlor Stanislas Wawrinka gegen Thomas Berdych.

Roger Federer brachte die Schweizer Daviscup-Equipe am Freitag Nachmittag wie erwartet auf Kurs.

Die Weltnummer 1 sorgte im Abstiegsspiel in Prag gegen Tschechien dank eines 6:3, 6:2, 6:7, 7:6 gegen Radek Stepanek (ATP 34) für die 1:0-Führung.

Stanislas Wawrinka dagegen hatte gegen seinen Gegner Thomas Berdych auf dem schnellen Platz nicht viel zu melden. Der Waadtländer verlor in drei Sätzen mit 6:7, 4:6 und 5:7.

Die Abstiegspartien der Schweiz gegen Tschechien waren als sehr schwieriges Kräftemessen angekündigt worden. Dies scheint sich nun zu bewahrheiten.

Dritte Barrage

Bereits zum dritten Mal in Folge muss die Schweiz eine Barrage bestreiten, um ihren Platz in der Weltgruppe zu verteidigen.

Vor zwei Jahren hatten die Schweizer die Engländer geschlagen, letztes Jahr Serbien. Doch entgegen dieser relativ einfachen Gegner steht ihnen dieses Mal ein sehr starkes tschechisches Team gegenüber, das von fast allen der 14’000 Zuschauer unterstützt wird.

«Dies sind zwei Mannschaften, die beide für den Titel des Davis Cup in Frage kommen könnten», erklärte Federer vor dem Beginn der Begegnung.

Der «Angstgegner»

Thomas Berdych, die Weltnummer 9, weckt in Federer schlechte Erinnerungen, auch wenn der Basler in den direkten Begegnungen mit 4:1 in Führung ist.

2004 in Athen hatte der Tscheche den Olympiaträumen Federers bereits in der zweiten Runde ein frühes Ende bereitet.

Nach drei Jahren Absenz könnte Radek Stepanek dem Schweizer Stanislas Wawrinka Probleme bereiten, wenn die beiden am Sonntag aufeinander treffen. Der Waadtländer hat die einzige Begegnung mit dem ehemaligen Verlobten von Martina Hingis 2005 in Barcelona verloren.

Entscheidendes Doppel

Wie häufig im Davis Cup dürfte das Doppel am Samstag entscheidend für den Ausgang des Treffens werden. Das Team, welches das Doppel gewinnt, ist meist in einem numerischen und psychologischen Vorteil.

Das tschechische Team tritt im Daviscup-Abstiegsspiel gegen die Schweiz zum heutigen Doppel in Prag mit dem Duo Tomas Berdych und Radek Stepanek an.

Roger Federer und Yves Allegro, die das Schweizer Doppel bilden, haben ihr Können bereits mehrmals unter Beweis gestellt, obwohl sie nicht oft zusammen trainieren können. 2005 haben sie das Turnier im deutschen Halle gewonnen.

swissinfo und Agenturen

Der Davis Cup ist ein internationaler Tennis-Wettbewerb von Nationalteams. Es werden jeweils fünf Matches während drei Tagen gespielt (vier Einzel und ein Doppel).

Heute nehmen über 130 Länder teil, doch nur 16 Teams gehören zur Spitze, Weltgruppe genannt. Die Schweiz gehört der Gruppe seit 1995 an.

Die acht Teams, die bei den ersten Begegnungen in der Weltgruppe verloren haben, müssen anschliessend gegen eines der besten Teams der verschiedenen Weltzonen antreten.

Die Barrage Tschechien-Schweiz ist dabei eine Ausnahme: Hier treffen zwei Teams aus der Weltgruppe aufeinander, welche beide die erste Serie verloren haben.

Nach den ersten beiden Spielen stehen die Schweiz und Tschechien Rücken an Rücken. Roger Federer schlug Radek Stepanek 6:3, 6:2, 6:7, 7:6. Stanislas Wawrinka verlor gegen Thomas Berdych 6:7, 3:6, 5:7.

Bisher sind die Schweiz und Tschechien siebenmal aufeinander getroffen. Fünfmal haben die Tschechen gewonnen.

Das letzte Kräftemessen war 1998 in Zürich. Die Schweiz gewann damals mit Marc Rosset, Ivo Heuberger und Lorenzo Manta mit 3:2.

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