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Schweiz will Hilfe für Afghanistan erhöhen

Afghanische Familie verlässt Kabul. Keystone

Die Schweiz will ihre Hilfe für Afghanistan erhöhen. Denn im Zusammenhang mit den Anschlägen in den USA droht eine humanitäre Krise in der Region. Eine Konferenz der Geberländer fand am Donnerstag in Berlin statt, um die internationale Hilfe zu koordinieren.

Die Schweiz unternehme alles, um auf die humanitäre Krise zu antworten, sagte der Chef der Abteilung Humanitäre Hilfe im Eidgenössichen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), Toni Frisch.

Dem Parlament wurde ein Zusatzkredit von etwas mehr als vier Millionen Franken beantragt. Für die Hilfe an die afghanistanischen Flüchtlinge und Vertriebenen sind dieses Jahr bereits 12 Mio. Franken budgetiert.

Keine Bedingungen

Frisch begrüsste die Erklärung des deutschen Aussenministers Joschka Fischer bei der Eröffnung der Konferenz. Nach Auffassung von Fischer soll die Hilfe für den Wiederaufbau nicht an politische Bedingungen gebunden werden.

Die Geberländer sind laut Frisch der Meinung, dass die «Anstrengungen verdoppelt werden müssen». Man sei sich bewusst, dass man wegen des grossen Ausmasses der bevorstehenden Krise schnell reagieren müsse.

Es sei bald Winter und die humanitären Organisationen hätten keinen Zugang mehr zu Afghanistan, wo sie zuvor rund fünf Millionen Menschen unterstützten.

Hilfsappell für 580 Mio. Dollar

Die UNO-Organisationen wollen einen Hilfsappell von 580 Mio. Dollar (930 Mio. Franken) lancieren. Damit sollen ihre Arbeiten in der Region in den kommenden sechs Monaten finanziert werden.

Die Konferenzteilnehmer riefen die Nachbarländer Afghanistans auf, ihre Grenzen für die Flüchtlinge zu öffnen. Zudem riefen sie die Länder, die militärische Aktionen vorbereiten, dazu auf, die Zivilbevölkerung zu schützen.

An der Konferenz nahmen fünfzehn Länder, die EU und die Schweiz teil zusammen mit allen UNO-Organisationen und dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz (IKRK). Eine zweite Sitzung ist in der kommenden Woche in Genf geplant.

swissinfo und Agenturen

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