The Swiss voice in the world since 1935
Top Stories
Schweizer Demokratie
Newsletter
Top Stories
Schweiz verbunden
Podcast

Viertes WM-Gold für OL-Läuferin Simone Luder

Mit vier Goldmedaillen wurde Simone Luder OL-Königin von Rapperswil. swissinfo.ch

Mit dem Staffel-Sieg der Schweizer Orientierungsläuferinnen holte sich die Bernerin Simone Luder ihren vierten Weltmeister-Titel.

Die Weltmeisterschaften im eigenen Land brachten dem gesamten Schweizer OL-Team einen noch nie da gewesenen Medaillensegen.

Vier Starts, vier Siege: Das ist die sensationelle Bilanz der Bernerin Simone Luder an den Orientierungslauf-Weltmeisterschaften in und um Rapperswil am Zürichsee. Vor Luder gab es in der Geschichte des OL-Sports noch nie eine derartige Dominanz einer einzigen Läuferin.

Und auch die Schweizer Männer sorgten mit dem Sieg Thomas Bührers auf der klassischen Langdistanz neben der neuen Strahlefrau mit Kompass und Karte für einen Glanzpunkt.

Endgültig die Nummer 1

Obwohl Simone Luder mit dem WM-Sieg vor zwei Jahren die bis dahin meist dominierenden Skandinavierinnen endgültig überflügelt hatte, grenzt ihr Exploit an der Heim-WM nahezu an ein kleines Wunder.

Das Risiko, bei vollem Lauf durch Wald und neuerdings auch Stadt einen zeitraubenden Fehler im Kartenlesen oder bei der Routenwahl zu machen, wird von Rennen zu Rennen grösser. Und in Rapperswil wurden Goldmedaillen in den OL-Disziplinen Sprint, Mittel- und Langdistanz sowie Staffel vergeben.

Sprintgold wegweisend für ganze Woche

«Sicher war der Staffel-Sieg einer der schönsten Momente», zog Simone Luder nach der Gold-Woche ein erstes WM-Fazit. Das Team mit Vroni König-Salmi und Brigitte Wolf, die im Einzelbewerb über die lange Distanz die bronzene Auszeichnung gewann, habe die ganze Saison auf diesen Wettkampf trainiert.

Auch der Sprint mitten im Lido der Stadt Rapperswil sei toll gewesen, nicht nur, weil er eine Neuerung an OL-Weltmeisterschaften war. «Dieser Sprint war wegweisend für die ganze Woche», so Luder, «Mit dem ersten Gold ist ein grosser Druck von mir abgefallen».

Heimat Adieu

Nach der Heirat Ende August mit Matthias Niggli, auch er ein erfolgreicher Schweizer OL-Läufer, wird für das Paar bald ein neuer Lebensabschnitt beginnen. Luder und Niggli ziehen nach Schweden, wo sie sich östlich von Göteborg niederlassen.

Aber nicht Ausspannen und Beeren suchen ist angesagt, sondern hartes Training im Dickicht. In den dortigen Wäldern wollen sie sich gezielt auf die Weltmeisterschaften im nächsten Jahr vorbereiten.

Druck wegnehmen

«Der Druck, die Erwartungen werden riesig sein im nächsten Jahr», weiss Simone Luder. Es dürfe deshalb nicht ihr Ziel sein, die vier Goldmedaillen zu verteidigen. Denn in Schweden würden ganz andere Bedingungen herrschen, das Gelände sei ein anderes.

swissinfo und Agenturen

Luder gewann im Sprint, Mittel- und Langdistanz sowie in der Staffel
Thomas Bührer siegte in der Langdistanz bei den Männern
Marie-Luce Romanens holte im Sprint Silber
Brigitte Wolf in der klassischen Langdistanz Bronze
Die Schweiz ist erfolgreichste Nation der OL-WM 2003

Die vier WM-Rennen fanden in verschiedenen Regionen statt.

Das bedeutet vier verschiedene Landschaftstypen und Topographien.

Dadurch werden die Chancen aller Teilnehmenden ausgeglichen.

Beliebte Artikel

Meistdiskutiert

In Übereinstimmung mit den JTI-Standards

Mehr: JTI-Zertifizierung von SWI swissinfo.ch

Einen Überblick über die laufenden Debatten mit unseren Journalisten finden Sie hier. Machen Sie mit!

Wenn Sie eine Debatte über ein in diesem Artikel angesprochenes Thema beginnen oder sachliche Fehler melden möchten, senden Sie uns bitte eine E-Mail an german@swissinfo.ch

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft

SWI swissinfo.ch - Zweigniederlassung der Schweizerischen Radio- und Fernsehgesellschaft