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Immer mehr widerspenstige Passagiere auf Flügen

Flugzeug
Nach Angaben des BAZL wurden im Jahr 2025 2043 Fälle von problematischen Passagieren registriert. Keystone / Gaetan Bally

Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (BAZL) hat im Jahr 2025 mehr als 2000 Fälle registriert, in denen Personen an Bord von Flugzeugen Ärger gemacht haben. Ein Mann in den Vereinigten Staaten wurde zu 10 Monaten Haft verurteilt, weil er eine Schweizer Crew angegriffen hatte.

An Bord von Flugzeugen gibt es immer mehr undisziplinierte Passagiere. Das geht aus dem Jahresbericht des Bundesamtes für Zivilluftfahrt (BAZL) hervor. In einem besonders schweren Fall bei der Fluggesellschaft Swiss wurde ein Mann zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.

Von ignorierten Verboten bis zum Werfen von Mahlzeiten

Das Verhalten undisziplinierter Passagiere kann vielfältige Formen annehmen. Rauchen trotz Verbots, die Weigerung, den Sicherheitsgurt anzulegen, oder übermässiger Alkoholkonsum, manchmal in Kombination mit Medikamenten.

Es gibt aber auch ungewöhnlichere Vorfälle. Manche können das Warten nicht ertragen und öffnen die Flugzeugtür, oder, in einem anderen Fall, ein Mann, der sein Essen auf einen anderen Passagier geworfen hat, weil dieser seiner Frau Komplimente gemacht hatte. Dies sind nur einige der Situationen, mit denen die Besatzungen immer häufiger konfrontiert sind, auch auf Schweizer Linienflügen.

Beitrag von RSI-Telegiornale (auf Italienisch):

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Im Jahr 2025 2043 Fälle: +18% in einem Jahr

Laut BAZL gab es im Jahr 2025 2043 Fälle von so genannten «unruly passengers», d.h. Passagieren, die an Bord Ärger machen. Dies entspricht einer Zunahme von 18% im Vergleich zum Vorjahr.

Von diesen Fällen betreffen 518 verbale Aggressionen, die um 45 % zugenommen haben: «Wir kennen die genauen Ursachen nicht. Aber dieses Phänomen nimmt auch in Bahnhöfen, Zügen und anderen öffentlichen Verkehrsmitteln in der Schweiz zu. Es handelt sich also nicht nur um ein Problem in Flugzeugen», erklärt Antonello Laveglia, Sprecher des BAZL.

10 Monate Strafe für Übergriffe

Auch die Zahl der schwerwiegenderen Fälle nimmt zu, wie zum Beispiel im März 2024 an Bord eines Swiss-Fluges von Newark (New Jersey) nach Zürich. Kurz nach dem Start griff ein belgischer Staatsbürger mehrere Flugbegleiter an, bedrohte sie mit dem Tod und versuchte, in das Cockpit einzudringen. Am Montag wurde der Mann vom zuständigen Gericht in New Jersey zu 10 Monaten Gefängnis und rund 70’000 Dollar Schadenersatz verurteilt.

Für die Swiss ist dies ein wichtiges Urteil, denn der Schock des Angriffs lastet noch immer schwer auf den betroffenen Besatzungsmitgliedern: «Wir sind froh über dieses Urteil. Es setzt ein klares Zeichen, dass jede Art von Gewalt an Bord eines Flugzeugs nichts zu suchen hat», sagte Michael Pelzer, Sprecher der Swiss.

Obwohl solche Vorfälle selten sind, bleibt der Umgang mit den Passagieren eine Herausforderung für die Fluggesellschaften.

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