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Die Preisträger des Swiss Economic Award 2006

Die Preisträger Remo Neuhaus, Gerhard Pasonig, Marcel Aeschlimann und Thomas Binggeli (v.l.).

(Keystone)

Die drei Unternehmen WoodWelding, Thömus Veloshop und Lorenzini wurden am Swiss Economic Forum ausgezeichnet. Sie teilen sich eine Preissumme von 75'000 Franken.

Das Forum, das jedes Jahr die Repräsentanten von über 1000 kleinen und mittleren Betrieben versammelt, hat ausserdem das Label der Stiftung sozialverantwortliche Wirtschaft geschaffen.

Am 8. Swiss Economic Forum in Thun sind am Freitag drei Preise von je 25'000 Franken an Jungunternehmen vergeben worden. Alle drei entsprächen dem Motto des Forums, aus Mittelmass und Genügsamkeit auszubrechen, teilte die Jury mit.

Der Preis in der Sparte Hightech/Biotech ging an die WoodWelding AG mit Sitz in Zug. Sie hat aus der Ultraschall-Technik ein Verfahren entwickelt, um Knochen und Holz zu verbinden. Es findet in der Medizin und in der Holz- und Bauindustrie Anwendung.

"Unternehmertum ist, wenn Glück und Vorbereitung zusammen treffen", sagte der Mitbegründer von WoodWelding, Gerhard Plasonig gegenüber swissinfo. "Man muss sich über sein Ziel klar werden, die Risiken einschätzen und dann das Durchhaltevermögen aufbringen."

Firmensitz auf dem elterlichen Bauernhof

Medizinische Kreise hätten ihnen gesagt, dass sich die WoodWelding-Technologie nicht auf Knochen übertragen lasse, so Plasonig weiter: "Doch wir bewiesen ihnen, dass sie sich getäuscht hatten."

In der Sparte Produktion/Gewerbe gewann Thomas Binggeli von Thömus Veloshop AG in Oberried, Kanton Bern. Er baut erfolgreich Hightech-Bikes. Die Firma hat ihren Sitz auf dem elterlichen Bauernhof. Die Velos, auch Mountainbikes und Rennräder, finden international zu Preisen von 2000 bis 8000 Franken Absatz.

70 Unternehmen hatten sich beworben

In der Sparte Dienstleistung gewann das bekannte Berner Restaurant "Lorenzini". Es hat sich in den letzten Jahren zum Treffpunkt für Partys und Events entwickelt.

Insgesamt hatten sich rund 70 Unternehmen aus der ganzen Schweiz beworben. Zuletzt erkor die Jury unter dem Vorsitz von Carolina Müller-Möhl die drei Gewinner aus 9 Unternehmen, die in die engere Ausscheidung gelangten.

Berücksichtigung der Sozialverantwortung

Schweizer Firmen können ab sofort das Label der Stiftung sozialverantwortliche Wirtschaft (SSW) erwerben. Die Stiftung stellte die Kriterien für das Label in Thun vor.

Das Ziel der Stiftung ist die Förderung der Nachhaltigkeit von Unternehmen unter besonderer Berücksichtigung der Sozialverantwortung.

Am Forum behandelte Professor Peter Ulrich von der Universität St.Gallen mit Vertretern von Schweizer Firmen das Thema "Soziale Verantwortung: Vom Kostenblock zum Produktionsfaktor". Ulrich ist SSW-Stiftungsrat.

swissinfo und Agenturen

In Kürze

Der Swiss Economic Award ist die bedeutendste Auszeichnung für innovative Jungunternehmen in der Schweiz.

Förderpreise von je 25'000 Franken werden an drei innovative Gewinner in den Bereichen Hightech/Biotech, Produktion/Gewerbe und Dienstleistung vergeben.

Ausgezeichnet werden Jungunternehmen mit Sitz in der Schweiz, die vor nicht mehr als 6 Jahren gegründet worden sind und sich mit überdurchschnittlichen unternehmerischen Leistungen auszeichnen.

Der Swiss Economic Award wird seit 1999 verliehen.

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Fakten

Die kleinen und mittleren Unternehmen (KMU), Betriebe mit bis zu 250 Angestellten, sind das Rückgrat der Schweizer Wirtschaft.
Bei 99,7% der 307'000 Schweizer Unternehmen handelt es sich um KMU.
Sie beschäftigen 66,8% der gesamten Arbeitskräfte.
Knapp 90% aller KMU beschäftigen weniger als 10 Mitarbeitende.

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