EPA in neuen Händen

Die Unabhängigkeit des Warenhauses soll trotz des Verkaufes gewahrt bleiben. Keystone

Die Warenhauskette EPA ist von der Oscar Weber Holding (OWH) vollumfänglich an die Familie Buhofer verkauft worden. Die Liegenschaften der OWH übernimmt Swissville, eine Tochter-Gesellschaft der Rentenanstalt/Swiss Life.

Dieser Inhalt wurde am 24. Juli 2001 - 12:40 publiziert

Mit der Übernahme der EPA durch eine der bisherigen Aktionärsfamilien der OWH bleibe die über 70-jährige Unabhängikeit der inzwischen zweitgrössten Warenhauskette der Schweiz gewährleistet, heisst es in einer Medienmitteilung der EPA vom Dienstag (24.07.).

Gerüchte über einen Verkauf der Detailhandelskette mit einem Gruppenumsatz von knapp 1 Mrd. Franken an die ausländischen Ketten Kaufhof oder Wal-Mart seien damit ausgeräumt, sagte der neue Delegierte des Verwaltungsrates der EPA, Philipp Buhofer. Über den Kaufpreis sei Stillschweigen vereinbart worden.

Fokussierung des Sortiments

Die neue Familienstruktur ermögliche den zukunftsgerichteten Ausbau der Detailhandels-Aktivitäten. Umgehend seien Veränderungen vorzunehmen, heisst es im Communiqué. Handlungsbedarf sei insbesondere bei der Logistik und beim Sortiment gegeben. Bis im Oktober wolle die EPA eine «gewisse Fokussierung» des Sortimentes ausarbeiten, die dann zunächst in einem Pilotprojekt in Baden umgesetzt werden solle, sagte Buhofer. Die rund 3'100 Mitarbeitende zählende EPA wolle aber eine breit verankerte Warenhauskette bleiben.

Schnell gelöst werden müssten auch Probleme mit der letztes Jahr eingeführten Software zur Waren-Bewirtschaftung, sagte Buhofer weiter. Überdies ist weiterhin ungeklärt, wer die operative Führung der EPA übernimmt, die zur Zeit Direktionspräsident Werner Kuster inne hat. Anfang Juni war bekannt geworden, dass Kuster die operative Führung abgeben wolle, sobald seine Nachfolge geregelt ist. Dies soll laut Communiqué noch im Lauf dieses Jahres der Fall sein. Kuster werde bei der nächsten Generalversammlung in den Verwaltungsrat der EPA berufen, hiess es weiter.

Swisslife übernimmt Leigenschaften der OWH

«Ein idealer neuer Partner» für die EPA mit ihren 39 Warenhäusern und 100 EPA Superdiscounts sei die Immobilien-Beteiligungsgesellschaft Swissville. Die 100-prozentige Tochtergesellschaft der Rentenanstalt/Swiss Life übernimmt zu einem nicht genannten Preis die Liegenschaften der Oscar Weber Holding, wie am Dienstag weiter bekannt wurde.

Dabei handle es sich um 39 Liegenschaften, die sich an «hervorragenden Zentrumslagen» in insgesamt 23 Städten in allen drei Landesteilen der Schweiz» befänden, schreibt Rentenanstalt/Swiss Life in einem Communiqué.

Die EPA werde wichtigster Mieter des neu erworbenen Immobilien-Portfolios bleiben. Manfred Zobl, Geschäftsführer (CEO) des Versicherungskonzerns, bezeichnete die Transaktion als «einmaligen Glücksfall».

Gesamthaft wiesen die Liegenschaften eine Nutzfläche von 200'000 Quadratmetern auf. Swissville werde mit der Übernahme zur führenden Besitzerin von Detailhandel-Immobilien in der Schweiz. Der Gesamtwert des erworbenen Immobilienbestandes betrage nun mehr als 2 Mrd. Franken.

swissinfo und Agenturen

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