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Erstmals ein Grüner im Ständerat

(Keystone)

Premiere bei den Ständeratswahlen: Mit dem Genfer Robert Cramer sind die Grünen erstmals im "Stöckli" vertreten. In vielen Kantonen kommt es zu einem 2. Wahlgang.

Erfolge feierten die amtierende Nationalratspräsidentin Christine Egerszegi und ihr Vorgänger, der Sozialdemokrat Claude Janiak. Beide wurden glanzvoll in den Ständerat gewählt.

Verteilt waren am Abend 34 der 46 Sitze im Ständerat, wobei Zug seine beiden Vertreter bereits im Oktober 2006 ausnahmsweise für fünf Jahre gewählt hatte und der Innerrhoder Ständerat Ende April von der Landsgemeinde gewählt worden war. 12 Sitze in acht Kantonen müssen im November in einem zweiten Wahlgang vergeben werden.

Von den 34 Sitzen sicherten sich die CVP 11, die FDP 9, die SP 6, die SVP 7 und die Grünen 1. Dabei büsste die FDP zwei Sitze kampflos ein, einen in Genf an die Grünen, den andern in Baselland an die SP. In zweiten Wählgängen müssen die CVP und die SP je 4, die FDP 3 und die SVP 1 Sitz verteidigen.

Seit 1999 erstmals wieder fünf Parteien

Cramer aus der Kantonsregierung übernimmt in Genf als erster grüner Ständerat den unverteidigten Sitz der zurückgetretenen Freisinnigen Françoise Saudan. Den vakanten Sitz der SP sicherte sich Nationalrätin Liliane Maury Pasquier.

Mit dem Einzug der Grünen sind im Ständerat nun wieder fünf Parteien vertreten. 1999 hatten die Liberalen ihre letzten Sitze in Neuenburg und der Waadt verloren. Von 1987 bis 1998 sass Monika Weber für den Landesring im Ständerat, von 1991 bis 1995 neben dem Tessiner Lega-Vertreter Giorgio Morniroli.

Eine Abwahl und ein SP-Gewinn

Abgewählt wurde im ersten Wahlgang als Einzige die jurassische CVP-Verteterin Madeleine Amgwerd. Sie wurde durch ihre Parteikollegin Anne Seydoux-Christe verdrängt, während Claude Hêche (SP) die Nachfolge des zurückgetretenen Pierre-Alain Gentil antritt.

Wie in Genf, verlor die FDP auch in Baselland kampflos einen Sitz. Hier eroberte der frühere Nationalratspräsident Claude Janiak für die SP den Sitz des abgetretenen Hans Fünfschilling. Er hielt den von einem bürgerlichen Bündnis unterstützten SVP-Konkurrenten Erich Straumann sicher auf Distanz.

Einzug in die kleine Kammer hält auch die amtierende Nationalratspräsidentin: Christine Egerszegi (FDP) tritt als erste Aargauer Ständerätin die Nachfolge des zurückgetretenen Thomas Pfisterer an. An ihrer Seite wurde der SVP-Vertreter Maximilian Reimann bestätigt.

Gutzwiller und Luginbühl auf Anhieb

Neu im Ständerat sitzt für den Kanton Zürich der freisinnige Nationalrat und Fraktionspräsident Felix Gutzwiller. Während er die Wahl im ersten Umgang hauchdünn schaffte, müssen SVP-Präsident Ueli Maurer, die Grünliberale Verena Diener und Chantal Galladé (SP) noch einmal ins Rennen steigen.

Im Kanton Bern wurden die bisherige SP-Ständerätin Simonetta Sommaruga sowie neu SVP-Kandidat Werner Luginbühl als Nachfolger des abgetretenen Hans Lauri (SVP) gewählt. Nationalrätin Franziska Teuscher (Grüne) und Dora Andres (FDP) verpassten das absolute Mehr deutlich.

Pole-Position für Toni Brunner

In St. Gallen holte Toni Brunner (SVP) am meisten Stimmen, erreichte aber das absolute Mehr nicht. Die beiden Bisherigen Eugen David (CVP) und Erika Forster (FDP) kamen auf die Plätze zwei und drei, Regierungspräsidentin Kathrin Hilber (SP) auf Rang vier. Es ist ein zweiter Wahlgang nötig.

Auch im Tessin werden beide Ständeräte erst im zweiten Wahlgang bestimmt. Während die Wiederwahl von Dick Marty (FDP) eine Formsache sein dürfte, sitzt seinem bisherigen Amtskollegen Filippo Lombardi (CVP) der SP-Herausforderer Franco Cavalli im Nacken.

Erst die halbe Delegation

Die Walliser Stimmberechtigten schicken neu CVP-Staatsrat Jean René Fournier in den Ständerat. Fournier erreichte als einziger das absolute Mehr. Für den andern freien CVP-Sitz braucht es einen zweiten Wahlgang.

Im Kanton Freiburg wurde zunächst nur der Bisherige Urs Schwaller (CVP) bestätigt. Auch Alain Berset (SP) muss sich keinem zweiten Wahlgang mehr stellen.

Bisherige bestätigt

In Schaffhausen, Graubünden, Uri, Glarus, Basel-Stadt, Solothurn, Thurgau, Schwyz und Appenzell Ausserrhoden schafften alle Bisherigen die Wiederwahl mehr oder weniger problemlos. Stille Wahlen gab es in Obwalden und Nidwalden, wobei der Nidwaldner Paul Niederberger (CVP) zum Nachfolger von Marianne Slongo gekürt wurde.

swissinfo und Agenturen

Wahlen in kleine Kammer

Neu ziehen in den Ständerat:

Christine Egerszegi (FDP/AG)
Claude Janiak (SP/BL)
Jean-René Fournier (CVP/VS)
Felix Gutzwiller (FDP/ZH)
Werner Luginbühl (SVP/BE)
Anne Seydoux-Christe (CVP/JU)

Abgewählt:

Madeleine Amgwerd (CVP/JU)

Infobox Ende

Zweiter Wahlgang

In folgenden Kantonen kommt es zu einem Ausstich um den Einzug in das Stöckli (kleine Kammer):

11. November: Neuenburg und Waadt (je 2 Sitze)
18. November: Tessin (2 Sitze)
25. November: Zürich (1 Sitz), St. Gallen (2 Sitze), Luzern (1 Sitz)

Infobox Ende


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