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Es ist offiziell: Der Papst kommt in die Schweiz

Der Papst im Fokus der Aufmerksamkeit.

(Keystone)

Genau 20 Jahre nach seinem ersten Besuch kommt Papst Johannes Paul II. am 5. und 6. Juni erneut in die Schweiz.

Er besucht das 1. Nationale katholische Jugendtreffen in Bern, das somit zu einem internationalen Ereignis wird.

Erst einen Monat vor dem Papstbesuch hat der Vatikan offiziell grünes Licht für den Besuch gegeben, wie die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) am Montag in Bern mitteilte. Johannes Paul II. habe sich entschieden, durch die Reise seine Verbundenheit mit der Schweiz zu unterstreichen.

Noch vor kurzem konnte die SBK den Besuch des Papstes nicht bestätigten, obwohl die Vorbereitungen für das Jugendtreffen in Bern bereits seit längerem laufen. Zweifel über einen Besuch waren aufgekommen, weil der gesundheitlich angeschlagene und früher reisefreudige Papst Johannes Paul II. schon lange nicht mehr im Ausland war.

Bereits 1984 in der Schweiz

Die Bischofskonferenz drückte dem Papst ihren grossen Dank dafür aus, dass er die Einladung angenommen habe und praktisch auf den Tag genau 20 Jahre nach dem letzten Besuch erneut in die Schweiz komme. Als "grosses Geschenk" bezeichnete Jugendbischof Denis Theurillat den Umstand, dass der "Freund der Jungen" trotz hohen Alters und zerbrechlicher Gesundheit das Jugendtreffen besuche.

Es ist seine erste Auslandreise seit der Visite vom vergangenen September in der Slowakei und der 103. Auslandbesuch in der 25-jährigen Amtszeit. Der Papst wird am 18. Mai 84 Jahre alt und leidet an Parkinson.

Bundesrats-Delegation

Am 5. Juni wird laut Angaben der SBK eine Bundesrats-Delegation den Papst auf dem Flughafen Payerne empfangen. Danach richtet Johannes Paul II. im Eisstadion von Bern seine Botschaft an die Teilnehmenden des Jugendtreffens, bevor er im Alters- und Pflegeheim Viktoria der Ingebohler-Schwestern in Bern übernachtet.

Vor seiner Rückreise steht am Sonntagmorgen eine Messe mit Johannes Paul II. auf der Berner Allmend auf dem Programm. Obwohl es eine katholische Messe ist, wo nur Katholiken zur Eucharistie eingeladen sind, soll der Anlass auch durch einen Beitrag eines protestantischen Geistlichen eine ökumenische Komponente erhalten.

Sicherheit

In seinem "Papamobil" wird der Papst auch durch die Menge fahren. Für die Sicherheit sorgen zusätzlich von den Veranstaltern aufgebotene ehemalige Schweizergardisten, die in Zivil auftreten.

Die Stadtpolizei Bern will nach eigenen Angaben Sicherheitsmassnahmen wie bei einem Staatsbesuch ergreifen.

"Steh auf!"

Das 1. Nationale katholische Jugendtreffen steht unter dem Motto "Steh auf!" An der Veranstaltung mit Sternmarsch, Eröffnungsspektakel, Workshops, Konzerten, Tanz und Gebeten werden rund 10'000 Teilnehmende erwartet.

Angesprochen werden "kirchennahe und kirchenferne" Jugendliche sowie junge Erwachsene mit verschiedensten Hintergründen aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland.

Millionen-Anlass

Die Gesamtkosten des Anlasses werden auf rund 2,5 Mio. Franken budgetiert. Finanziert wird das Jugendtreffen durch Spenden, Sponsoring und durch die Beteiligung der Diözesen sowie Orden. Zudem bezahlen die Teilnehmenden selber einen Beitrag.

Bisher sind laut Chantal Brun vom Koordinations-Komitee über 5000 Anmeldungen eingegangen. Zudem kämen dazu Hunderte weitere Jugendliche, die einen Anteil am Programm leisteten.

Die Teilnehmenden am Jugendtreffen können im Gegensatz zu den anderen Besuchern des Papst-Gottesdienstes vor Ort übernachten.

swissinfo und Agenturen

Fakten

Glaubenszugehörigkeit in der Schweiz:
42% katholisch
35% protestantisch
4,3% muslimisch
0,2 jüdisch
12% atheistisch

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In Kürze

Papst Johannes Paul II. besucht am ersten Juni-Wochenende definitiv die Schweiz. Dies gab der Heilige Stuhl am Montag bekannt.

Die Schweizer Bischofskonferenz (SBK) reagierte mit grosser Freude, dass der 83-jährige Pontifex maximus die Einladung angenommen hat und dem 1. Nationalen katholischen Jugendtreffen in Bern die Ehre erweist.

Gemäss Programm wird der Papst am 5. Juni auf dem Militärflughafen von Payerne (VD) landen und dort von einer Delegation des Bundesrats mit Bundespräsident Joseph Deiss empfangen.

Er begibt sich danach direkt nach Bern und wird bei den Ingenbohler-Schwestern im Alters- und Pflegeheim Viktoria logieren. Von dort aus wird er in die BernArena auf dem BEA-Gelände fahren, wo ihn Tausende Teilnehmende des ersten katholischen Jugendtreffens begrüssen sollen.

Am 6. Juni um 10.00 Uhr liest der Papst auf der Grossen Allmend eine feierliche Messe, zu der Zehntausende von Gläubigen aus der ganzen Schweiz und aus den Nachbarländern erwartet werden. Der Papst wird wiederum vom Papamobil aus die Massen grüssen.

Später fliegt der Papst von Payerne aus zurück nach Rom.

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