Export-Rekord der Schweizer Uhrenindustrie

Herstellung von Luxusuhren bei der IWC in Schaffhausen. Keystone

Die Schweizer Uhrenindustrie hat im letzten Jahr einen Export-Rekord erzielt. Die Ausfuhren überschritten wertmässig erstmals die Grenze von 10 Mrd. Franken. Seit nunmehr 17 Monaten sind die Exporte in ununterbrochener Folge gestiegen.

Dieser Inhalt wurde am 01. Februar 2001 - 12:18 publiziert

Das vergangene Jahr markiere mit dem Überschreiten der "magischen Grenze" von 10 Mrd. Franken einen "Meilenstein" in der Schweizer Uhrenindustrie, teilte der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie (FH) am Donnerstag (01.02.) mit. Die Exporte stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 14,4 Prozent auf 10,297 Mrd. Franken.

Die Hauptgründe für das deutliche Export-Wachstum im vergangenen Jahr seien die anhaltend starke Nachfrage, der starke Dollar sowie die "wachsende Faszination für Luxusprodukte". Der Durchschnittspreis der exportierten Uhren erhöhte sich innert Jahresfrist von 261 auf 312 Franken.

USA als Lokomotive

Die wichtigsten ausländischen Märkte der Schweizer Uhrenindustrie entwickelten sich im vergangenen Jahr sehr dynamisch. Die "Lokomotive" bildete dabei der US-Markt, in den fast ein Fünftel aller Uhrenexporte gingen.

Zweitwichtigster Markt ist Hongkong vor Japan, Italien und Deutschland. Besonders stark zulegen konnten im vergangenen Jahr Tailand (+35 Prozent) und Taiwan (+26,7 Prozent).

Rückgang bei den Fertiguhren

Der Umsatzrekord ging einher mit einem mengenmässigen Exportrückgang bei den Fertiguhren. Die Schweizer Fabrikanten verkauften im vergangenen Jahr 29,9 Mio. Einheiten ins Ausland (minus 4,6 Prozent). Der Wert dieser Exporte erhöhte sich aber um 14,1 Prozent auf 9,3 Mrd. Franken.

Weiterhin gefragt waren Schweizer Uhrenwerke (plus 15,9 Prozent auf 6,3 Mio. Stück). Der Wert dieser Exporte erhöhte sich im vergangenen Jahr um 25,9 Prozent auf 126 Mio. Franken. Bei den Uhrengehäusen stieg der Wert der Exporte um 18,7 Prozent.

Nach dem Rekordjahr 2000 rechnet der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie für das laufende Jahr mit einer Konsolidierung.

swissinfo und Agenturen

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Webseite importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@swissinfo.ch

Diesen Artikel teilen