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3 Fragen an Philippe Roch, BUWAL-Direktor

Der Direktor des Bundesamts für Umwelt, Wald und Landschaft vertritt die Schweiz an der Vollversammlung des GEF in Peking.

Der Globale Umweltfond alimentiert seine finanziellen Ressourcen. Philippe Roch befragt von Bernard Weissbrodt.

Drei Fragen an Philippe Roch

swissinfo: Manche haben vielleicht das Gefühl, dass der GEF den internationalen Geldgebern als Alibi für ein wenig rücksichtsvolles Verhalten in Sachen Umwelt dienen könnte…

Philippe Roch: Das ist klar nicht mein Standpunkt. Aber sicherlich bräuchten wir viel mehr Mittel, als uns zur Verfügung stehen. Der GEF hat ja einen doppelten Nutzen.

Erstens arbeitet der GEF direkt mit der Weltbank und den UNO-Entwicklungs- und Umweltprogrammen zusammen. Das zwingt die Institutionen, Synergien zu nutzen, und dies ist ein wichtiger Faktor für eine kohärente internationale Umweltpolitik der verschiedenen Länder.

Zweitens ist der GEF ein eigentlicher Katalysator: Der GEF hat 4 Mrd. US-Dollar investiert und damit bei den anderen Partnern zusätzliche 11 Milliarden Investitionen ausgelöst. Das dokumentiert seinen Multiplikations-Effekt. Der Fonds ist modern und vielversprechend, und er funktioniert gut.

Sind Sie bei der Erhöhung des Schweizer GEF-Beitrags beim Bund auf Schwierigkeiten gestossen?

Ph.R.: Ganz und gar nicht. Unser Amt arbeitet direkt mit dem Staatssekretariat für Wirtschaft seco und mit der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit DEZA zusammen. Beide begrüssen den GEF.

Bisher hat uns das Parlament immer unterstützt in unseren internationalen Polit- und Finanzierungs-Engagements. Es gab in diesem Bereich immer eine sehr klar definierte Politik.

Das Parlament ist überzeugt, dass die Schweiz Länder unterstützen soll, die im Umweltbereich weniger weit sind, damit sie hierin aufholen können.

Die Schweiz wird voraussichtlich 99 Mio. Franken in den Fonds einbezahlen. Wird sie in irgendeiner Form ein “return on investment” haben?

Ph.R.: Einerseits gibt es Co-Finanzierungen zwischen der Schweiz und dem GEF, und diese Zusammenarbeit kann unseren Einfluss auf die internationalen Projekte verstärken.

Andererseits arbeiten bereits einige Schweizer Büros und Unternehmen in GEF-Projekten, und wir freuen uns, wenn es noch mehr werden.

Wir haben zum Beispiel Seminare mit potentiellen Lieferern im Bereich Solar-Energie durchgeführt. Wir werden auch in Zukunft solche Brücken schlagen.

Generell gesehen wollen wir die Zusammenarbeit zwischen dem Globalen Umweltfonds und der Industrie, in der Finanzierung von Projekten und in der Bereitstellung von fortschrittlichen Technologien verbessern.

Wir wollen ein höchst intensives Netz schaffen, in der die Aktion eines jeden von der Aktion der andern multipliziert wird.

swissinfo, Interview: Bernard Weissbrodt
(Übertragung aus dem Französischen: Anita Hugi)

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