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59 Mio. Dollar des Spezialfonds für Holocaustopfer an Israel überwiesen

Der Spezialfonds für Holocaust-Opfer hat 59 Mio. Dollar (über 94 Mio. Franken) nach Israel überwiesen. Rund 105'000 Personen sollen dort bis zum 19. April eine erste Zahlung von je rund 600 Franken erhalten.

Der Spezialfonds für Holocaust-Opfer hat 59 Mio. Dollar – über 94 Mio. Franken – nach Israel überwiesen. Rund 105’000 Personen sollen dort bis zum 19. April eine erste Zahlung von je rund 600 Franken erhalten.

Die mit der Geldverteilung vertraute Zentrale der Organisationen von Holocaust-Überlebenden in Jerusalem bestätigte am Montag (10.04.) gegenüber der Nachrichtenagentur sda die Überweisung des Betrages durch den Spezialfonds. Das Geld war bereits vor einem Jahr von der Fondsleitung bewilligt worden.

Lahmer israelischer Amtsschimmel

Nach den Worten von Abraham Hirschson, Mitglied der Fondsleitung und Präsident der israelischen Parlamentskommission für beschlagnahmte jüdische Güter, hätte das Geld schon vor Monaten überwiesen werden sollen. Wegen administrativer und juristischer Schwierigkeiten in der israelischen Verwaltung habe sich der ganze Prozess jedoch verzögert.

Zunächst hatte sich das israelische Finanzministerium um die Verteilung des Geldes kümmern wollen. Dann übergab es diese Aufgabe aber an die Zentrale der Organisationen der Holocaust-Überlebenden, die besser für die Erledigung solcher Arbeiten gerüstet ist.

Insgesamt hatten 147’550 Israeli Gesuche an den Spezialfonds gestellt. 105’000 der Gesuche wurde bisher eine Entschädigungs zugestanden – die Betroffenen hatten zur Nazizeit in Deutschland oder in deutsch kontrollierten Gebieten gelebt. Die meisten von ihnen sind heute zwischen 60 und 80 Jahre alt.

Da die genaue Zahl der Bezüger noch nicht feststeht, wird noch nicht das ganze Geld ausbezahlt. Die meisten Betroffenen werden in einer zweiten Verteilrunde noch einen Betrag erhalten.

99 Prozent gesprochen

In den Spezialfonds waren 1997 von Nationalbank, Banken und Wirtschaft 273 Mio. Franken einbezahlt worden. Nach Angaben des Fonds-Sekretariats sind nun 99 Prozent des Fondsgeldes freigebeben worden. 62 Prozent wurden bereits an die Verteilorganisationen überwiesen.

swissinfo und Agenturen

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