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Algroup zieht Schlussstrich unter Engagement in Sierra Leone

Die zum Aluminium-Konzern Alcan gehörende algroup hat die Sieromco-Bauxitmine an die Republik Sierra Leone verkauft. Die Mine war 1995 Ziel eines Überfalls von Rebellen und wurde damals aufgegeben.

Die westafrikanische Republik Sierra Leone wurde mit Wirkung per 19. Oktober dieses Jahres Eigentümerin der Sierra Leone Ore & Metal Co. Ltd (Sieromco) in Freetown, wie die algroup am Donnerstag (23.11.) mitteilte. Zuvor hatte diese Gesellschaft in Sierra Leone der Alusuisse gehört.

Die Regierung übernahm die Bauxitmine und erliess im Gegenzug ihre Forderungen gegenüber Alusuisse. In die Verrechnung einbezogen wurde die ganze Fahrhabe inklusive Schiffe und schwere Fahrzeuge, die teilweise wieder instand gesetzt werden können. Dazu kommen Fördereinrichtungen und das gebaute Strassennetz, wie Beat Lehmann von der algroup in Zürich sagte.

Schlussstrich gezogen

Die Bauxitmine der Sieromco war im Januar 1995 von Rebellen überfallen worden, mehrere Ausländer wurden als Geiseln genommen. In der Folge wurde die Bergbautätigkeit eingestellt, und der Schweizer Aluminium-Konzern zog sich aus dem westafrikanischen Land zurück.

Im Mai 1996 erhielt Alusuisse die Gelegenheit zu einem Augenschein auf der Mine und stellte dabei schwere Beschädigungen fest. Anstrengungen zur Wiederaufnahme des Betriebs wie auch Bemühungen, die Anlage an Geschäftspartner zu vermitteln, waren ohne Erfolg geblieben, da es in der Region immer wieder zu Unruhen gekommen war.

Laut Lehmann musste Alusuisse wegen des Rebellenüberfalls und des Rückzugs aus Sierra Leone 1995 einen Betrag in der Grössenordnung von 30 Mio. Dollar abschreiben. Der Verkauf an die Regierung habe zwar kein Geld gebracht, algroup aber ermöglicht, einen Schlussstrich unter das Engagement zu ziehen.

swissinfo und Agenturen

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