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Alpeninitiative fordert Transitbörse

Der Gotthardbasistunnel allein bringt den alpenquerenden Schwerverkehr nicht auf die Schienen. Dies zeigt eine Studie der Alpeninitiative. Der Verein fordert deshalb eine Alpentransitbörse.

Die Verlagerungswirkung des Basistunnels durch den Gotthard falle wahrscheinlich marginal aus. Dies geht aus einer Studie hervor, die das Büro metron im Auftrag der Alpeninitiative erstellte.

Der Marktanteil der Schiene werde von heute 62 höchstens auf 64,5% steigen. Diese Wirkung ist laut Untersuchung bei weitem nicht ausreichend, um die seit 1994 in der Verfassung verankerte Limite von 650’000 alpenquerenden Lastwagen-Fahrten durch die Schweiz zu erfüllen.

Zum Vergleich: Heute durchqueren jährlich rund 1,3 Mio. Lastwagen die Schweizer Alpen.

«Die NEAT bringt zwar neue Gefässe, der Wein fliesst aber nicht automatisch in sie hinein», sagte Alf Arnold, der Geschäftsführer der Alpeninitiative. Das effizienteste Verlagerungsinstrument wäre laut Arnold eine Alpentransitbörse. «Wenn die NEAT nicht zu einer Investitionsruine werden soll, so tut der Bundesrat gut daran, jetzt mit der Alpentransitbörse vorwärts zu machen.»

Vom Resultat der Studie nicht überrascht zeigt sich der Schweizerische Nutzfahrzeugverband ASTAG. Bei nüchterner Betrachtung bleibe unbestritten, dass die bisherige Verlagerungspolitik auf der ganzen Linie in die Sackgasse führe und vor allem einen riesigen Schuldenberg hinterlassen werde.

Der Verband erachtet deshalb eine grundlegende Neuorientierung der Verkehrspolitik als dringend notwendig.

swissinfo.ch und Agenturen

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