Anstatt von Lyon, von Genf nach New York
Delta Airlines wird auf den 1. September die Flugverbindung Lyon-New York wieder einstellen. Die zusammen mit Air France geführte Verbindung erwies sich für die Amerikaner als zu wenig rentabel. Genf/Cointrin hofft, in die entstehende Lücke springen zu können.
«Wir können davon ausgehen, dass von den 90’000 Passagieren dieser Linie ein Teil davon auf Genf/Cointrin ausweichen wird. Dies könnte die Swissair vielleicht veranlassen, von Genf aus einen zweiten täglichen Flug nach New York einzuplanen», erklärte Flughafensprecher Philippe Roy gegenüber der Nachrichtenagentur sda.
Seit der Aufnahme dieser Verbindung im Mai 2000 verzeichnete die Swissair auf der Linie Genf-New York einen Rückgang der Passagiere von 140 000 auf etwa 120 000. «Wir hoffen nun, dass wir ab September diesen Rückgang nicht nur ausgleichen, sondern in eine Zunahme umwandeln können», sagte Roy weiter.
Delta tritt auf die Kostenbremse
Für den Sprecher des Flughafens Lyon/Saint-Exupéry, Jacques Donati, ist der Grund für die bevorstehende Streichung der Verbindung Lyon-New York nicht nur in der ungenügenden Auslastung zu suchen: «Delta Airlines musste auf die Kostenbremse treten, weil sie ihren Piloten Lohnerhöhungen von 20 bis 60 Prozent zugestehen mussten.»
Patricia Hurley, Direktorin von Delta Frankreich, erklärte auf Anfrage, ihre Gesellschaft müsse sich «auf die rentabelsten Märkte» konzentrieren. Mit der Verbindung Lyon-New York habe Delta bisher nur rote Zahlen geschrieben. Zur genauen Höhe der Verluste wollte sie sich allerdings nicht äussern.
«Wir haben Verbesserungsmöglichkeiten untersucht, sind aber zum Schluss gekommen, dass sich der Flug aus Rentabilitätsgründen nicht aufrecht erhalten lässt», sagte sie weiter. Insbesondere das verlangsamte Wachstum der US-Wirtschaft habe sich negativ auf die Belegung der einträglichen Business-Klasse ausgewirkt. Es bestünden kaum Aussichten, dass sich daran etwas ändern werde.
swissinfo und Agenturen
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