Bilanzsumme der Kantonalbanken um acht Prozent gewachsen
Die meisten der 24 Kantonalbanken haben 1999 gut geschäftet. Die Bilanzsumme der Gruppe stieg um acht Prozent auf 296 Milliarden Franken, das Zinsengeschäft legte über sechs Prozent zu.
Die meisten der 24 Kantonalbanken haben 1999 gut geschäftet. Die Bilanzsumme der Gruppe stieg um acht Prozent auf 296 Milliarden Franken, das Zinsengeschäft legte über sechs Prozent zu. Wertberichtigungen von einer halben Milliarde beim Genfer Institut drückten allerdings den Jahresgewinn auf 443 Millionen Franken.
Mit dem insgesamt guten 99-er Ergebnis sei die Substanz gestärkt und eine vielversprechende Basis für die nächste Zukunft gelegt worden, gab der Verband Schweizerischer Kantonalbanken am Donnerstag (23.03.) bekannt. Die Bilanzsumme stieg um 7,9 Prozent auf 296,3 Milliarden Franken. Massgeblich verantwortlich war das Wachstum der Hypothekarausleihungen um 4,7 Prozent auf über 181 Milliarden Franken. Dazu kamen um fünf Milliarden höhere Handelsbestände, während die übrigen Kundenausleihungen weitgehend stabil blieben.
Der Bruttogewinn aller Institute fiel 1999 mit 3,03 Milliarden Franken um 11,7 Prozent höher aus als im Vorjahr. Der Jahresgewinn von 443,35 Millionen Franken sei dagegen massgeblich durch die ausserordentlichen Wertberichtigungen bei der Genfer Kantonalbank von 500 Millionen Franken geprägt. Ohne diese Spezialsituation hätte die Gruppe nach zwei positiven Vorjahren gewinnmässig erneut um zwölf Prozent zugelegt.
Durchwegs gute Ergebnisse zeigt laut Verband die Ertragsseite. Das Zinsengeschäft als stärkster Ertragspfeiler der Kantonalbanken legte innert Jahresfrist um 6,2 Prozent auf 3,93 Milliarden Franken zu. Das Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft wuchs um 9,8 Prozent auf 1,4 Milliarden Franken. Dies widerspiegle die verstärkten Anstrengungen der Kantonalbanken, sich auch im Anlagengeschäft als kompeteten Partner zu profilieren.
Viele neue Kunden, die sich bei anderen Instituten nicht mehr optimal aufgehoben fühlten, konnten laut Verband gewonnen werden. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft wuchs nach dem schwierigen Vorjahr um 38,9 Prozent auf 577 Millionen Franken.
Auf der Passivseite öffnete sich die Refinanzierungsschere weiter. Die Verpflichtungen in Spar- und Anlageform legten noch gerade 0,3 Prozent zu. Die Kassenobligationen schrumpften um 4,6 Milliarden Franken oder 26,6 Prozent. Geschlossen wurde die Refinanzierungslücke mit einem Plus von 11,7 Prozent bei den Anleihen und Pfandbriefdarlehen. Zugleich stiegen die Verpflichtungen gegenüber Banken um 13,6 Milliarden Franken.
Die 24 Institute der Kantonalbanken haben laut Verband einen Marktanteil im Inlandgeschäft von rund 30 Prozent. In rund 1’000 Geschäftsstellen in allen Kantonen arbeiten über 16’000 Angestellte.
swissinfo und Agenturen
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