Büros boomen – Preise steigen
Der Schweizer Immobilienmarkt für Geschäftsflächen boomt wie seit zehn Jahren nicht mehr. Allerdings gibt es eklatante Unterschiede zwischen Grosszentren und dem übrigen Markt.
Der Neubau von Bürogebäuden erlebt eine eigentliche Renaissance. Im vergangenen Jahr wurden Baugesuche für rund 1,5 Mio. Quadratmeter neue Büroflächen eingereicht. Letztmals war ein ähnlicher Wert anfangs der 90-er Jahre verzeichnet worden, kurz vor dem Zusammenbruch des Büroflächen-Marktes.
Überkapazitäten?
Die Gefahr neuer Überkapazitäten sei zwar nicht von der Hand zu weisen, heisst es in der Studie des Planungsbüros Wüest & Partner. Der Markt sei aber professioneller geworden, und auch die Nachfrage nehme noch zu, unter anderem wegen des gestiegenen Bedarfs an Fläche pro Arbeitsplatz. Die Nachfrage für das laufende Jahr wird von den Experten auf eine Million Quadratmeter zusätzlicher Büroflächen beziffert.
Mangel in den Zentren
Der Markt ist regional gespalten, wie es in der Studie weiter heisst. Einige Schweizer Grosszentren – allen voran Zürich und Genf – hätten sich vom Rest des Marktes abgekoppelt. Obwohl der Markt als ganzes immer noch mit Leerbeständen und Überkapazitäten von rund sechs Prozent kämpfe, gebe es an diesen grosszentralen Standorten Angebots-Engpässe.
Preissteigerung
Die Preise für Büroflächen sind im vergangenen Jahr im Durchschnitt um fünf Prozent gestiegen. Heute kostet ein Quadratmeter Bürofläche im gesamtschweizerischen Schnitt rund 200 Franken Miete pro Jahr – so viel wie letztmals 1996. Bei den Verkaufs-Flächen liegt der Quadratmeterpreis bei 230 Franken, womit der Preisrückgang zwischen 1996 und 1999 um 17 Prozent fast wettgemacht wurde.
swissinfo und Agenturen
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