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Couchepin trifft Präsident Lagos in Santiago

Anfangs noch Unsicherheit, jetzt jedoch Zuversicht für das Freihandels-Abkommen: Präsident Lagos (l.) und Wirtschaftsminister Couchepin. Keystone

Wirtschaftsminister Pascal Couchepin hat am Montag (20.11.) in Santiago im geschichts-trächtigen Moneda-Palast Chiles Präsidenten Ricardo Lagos getroffen. Die Gespräche über ein mögliches Freihandels-Abkommen kommen offenbar gut voran.

Der Bundesrat zeigte sich erfreut über den warmen und freundschaftlichen Empfang durch Präsident Lagos und die chilenische Aussenministerin Maria Soledad Alvear. «Für Chilenen und Schweizer ist klar, dass Freihandel die Dinge voranbringen würde», sagte Couchepin im Hof des Präsidenten-Palastes.

EFTA als Chance für kleinere Länder

Da sie zu den Grundfesten der Welthandelsorganisation (WTO) gehöre, wähne sich die Europäische Freihandels-Assoziation (EFTA) nach wie vor stark, trotz ihrer kleinen Grösse. «Und das ist auch eine Chance für kleine Länder», sagte Couchepin weiter.

Er erinnerte daran, dass die EU den gleichen Typ Abkommen mit dem Mercosur, dem südamerikanischen Freihandelsraum, erzielen will. Chile ist mit dem Mercosur eng verbunden.

Lob für Regierung

Der Bundesrat verwies nach dem 40-minütigen Treffen mit Lagos auch auf den historischen Charakter des Gesprächsortes: dort putschte 1973 General Augusto Pinochet den demokratisch gewählten Präsidenten Chiles, Salvador Allende.

Couchepin würdigte zugleich die neue Regierung, die berechenbarer geworden sei.

Dies sei von fundamentalem Interesse für die Schweizer Unternehmen, betonte Couchepin. Dem pflichteten die Vertreter von Nestlé und Novartis bei. Zugleich legten sie den Finger auf den Schutz geistigen Eigentums und Probleme mit der doppelten Besteuerung.

Zum letzten Punkt versicherte Maria Soledad Alvear, sie arbeite an einem Reglement, das Nachteile für Niederlassungen von Schweizer Unternehmen in Chile beheben soll.

Das bilateral vereinbarte Investitionsabkommen werde Santiago noch im Frühjahr 2001 ratifizieren, sagte sie weiter.

swissinfo und Agenturen

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