Durchzogene Halbjahres-Ergebnisse
Die Halbjahresresultate verschiedener Schweizer Unternehmen zeigen nicht nur negative Zahlen.
Die publizierten Ergebnisse lassen trotz schwacher Konjunktur keinen eindeutigen Trend erkennen. Es wurden Ertrags-Steigerungen wie auch Verluste publiziert.
Trotz der schlechten Börse und des negativen Marktumfelds im Bankensektor hat die St. Galler Kantonalbank ihre Erträge deutlich steigern können. Der Reingewinn stieg um 12,5 Prozent auf 57,7 Mio. (Vorjahresperiode 51 Mio.) Franken.
Markanter Gewinn-Einbruch bei Schindler
Der Lift- und Rolltreppenbauer Schindler musste für das 1. Semester dieses Jahres einen herben Gewinneinbruch hinnehmen. Der Konzerngewinn ist um 81,6 % tiefer und liegt nun bei 21 Mio. Franken.
Der geringere Gewinn wird vor allem mit dem Restrukturierungs-Programm begründet, mit dem man künftig die Kosten senken will.
Keine Normalisierung bei Mikron
Der Bieler Technologie-Konzern Mikron schreibt weiterhin rote Zahlen. Damit ist der Turnaround nicht geschafft. Der Verlust fällt mit 39,9 Mio. Franken höher als erwartet aus. Er ist aber geringer als letztes Jahr (66.1 Mio. Franken).
Als Gründe für die Verluste werden die allgemein schwache Konjunktur sowie die Sonderaufwendungen für den Schuldenabbau ins Feld geführt. Die Mehrheit der Geschäftsbereiche konnte die Auftragseingänge verbessern.
Bis Ende Jahr erwartet Mikron keine markante Konjunkturerholung. Immerhin hat sich das Bestellvolumen erhöht, so dass der Nettoumsatz bis Ende Jahr steigen dürfte.
Swiss Steel im Minus
Die schwache Nachfrage, der tiefe Euro-Kurs sowie die hohen Preise für Schrott liessen das Stahlunternehmen Swiss Steel in die roten Zahlen rutschen. Der Verlust im ersten Halbjahr beträgt 1,2 Mio. Franken.
Die Automobil- und Maschinenindustrie sowie die Baubranche sind die wichtigsten Swiss Steel-Kunden. Diese haben ihre Produktion im laufenden Jahr heruntergefahren. Die Swiss Steel-Produktionsmenge wurde jedoch weiter gesteigert, um die Fixkosten pro produzierter Tonne Stahl reduzieren zu können.
Sarna guter Dinge
Die in der Kunststofftechnik tätige Sarna-Gruppe hat ihren Halbjahresgewinn auf 20 Millionen (Vorjahresperiode 16,2 Mio.) Franken beziffert.
Sarna befindet sich damit gut auf Kurs. Der Vorjahresgewinn von 30,7 Mio. Franken soll um 30 % gesteigert werden.
Keine Überraschung bei Schulthess
Die Schulthess Group bewegt sich mit einem Gewinnrückgang um 5,8 % auf 6 Mio. Franken innerhalb der Erwartungen. Der Gewinnrückgang sei laut Schulthess durch einen unrealisierten Kursverlust auf eigenen Aktien von 0,5 Mio. Franken beeinflusst.
Schulthess meldet ein Wachstum im Bereich Wärmetechnik, während die Sparte Waschtechnik stagnierte.
swissinfo und Agenturen
Halbjahresumsätze (in Mio. Franken):
Schindler: 3897 (-6,4 %)
Sarna: 476,5 (+0,6 %)
Schulthess: 74,4 (+2.1 %)
St. Galler KB 57,7 (+12,5 %)
Swiss Steel 305,8 (-6 %)
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