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Edeluhren im Trend

Neben dem Trend zur Luxusuhr waren auch Preiserhöhungen für die Export-Steigerung verantwortlich. Keystone Archive

Die Schweizer Uhrenindustrie hat ihre Exporte letztes Jahr um 3,5% auf über 10 Mrd. Franken gesteigert. Die Anzahl der Uhren ging zurück, Kasse machten Luxusuhren.

Die Fabrikanten erwarten im laufenden Jahr keine wesentliche Besserung, wie einer Mitteilung des Verbands der Schweizerischen Uhrenindustrie vom Freitag zu entnehmen ist. Die für Mitte Jahr erwartete Erholung der Wirtschaft werde sich erst mit einer gewissen Verzögerung bemerkbar machen.

Teure Uhren beliebter

Die Zahl der Fertiguhren, die letztes Jahr ausgeführt wurden, ging um rund 3,5 Mio. Einheiten zurück. Allein im Dezember belief sich die Abnahme auf 450’000 Einheiten. Trotz des Volumenschwunds von 11,6% stieg der Wert der exportierten Uhren im ganzen Jahr um 3,7% auf 9,675 Mrd. Franken.

Für das Wachstum waren vorab die hochwertigen Edelmetalluhren verantwortlich: Golduhren legten um 15,2% zu, Platinuhren sogar um 64%. Demgegenüber hatten es Uhren des unteren Preis-Segments nicht leicht. Bei den Uhren aus Aluminium wurde ein wertmässiger Rückgang von 23,3% registriert.

Preiserhöhungen

Der durchschnittliche Preis einer Uhr stieg innert Jahresfrist um 17,4% auf 367 Franken. Der Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie begründet dies zum Einen mit der Konzentration auf Produkte des oberen Preissegments, zum Anderen mit einer generellen Erhöhung der Preise.

Mehr Armbänder und Wecker

Ein Plus wurde bei den Exporten von Armbändern verzeichnet. Der Umsatz stieg um 15,1% auf 188 Mio. Franken. Erfreulich entwickelten sich auch Wecker, Pendulen und Grossuhren.

Demgegenüber sank der Export von Uhrwerken zahlenmässig um 14%, während wertmässig ein Plus um 2,8% auf 129,6 Mio. Franken resultierte.

Hongkong löst USA ab

Der wichtigste Markt der Schweizer Uhrenindustrie waren auch im letzten Jahr die USA. Wegen der kriselnden Wirtschaft ging der Absatz auf dem US-Markt aber seit März 2001 zurück. Im ganzen Jahr belief sich der Verlust wertmässig auf 14,1%.

Im November und Dezember wurden die USA als wichtigster Exportmarkt von Hongkong verdrängt. Im ganzen Jahr wurde in Hongkong ein Absatzplus von 6 Prozent registriert. In Japan resultierte ein Zuwachs von 13,3%.

In Europa wirkte sich die schwächere Wirtschaft noch kaum aus. Die wichtigsten Märkte verbesserten sich sogar: Deutschland um 9,4%, Frankreich um 10,3% und Grossbritannien um 18,7%. Die Exporte nach Italien sanken dagegen um 4,9%.

swissinfo und Agenturen

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