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EFTA und Singapur verhandeln über Freihandels-Abkommen

Singapur gilt als eigentliches Zutrittsportal zu den asiatischen Märkten. ZVG

Die Schweiz und die anderen EFTA-Staaten werden im Juli die Verhandlungen über ein Freihandels-Abkommen mit Singapur aufnehmen. Sie sollen bis Ende Jahr abgeschlossen werden, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft (seco) am Freitag (04.05.) mitteilte.

Singapur sei für viele Schweizer Unternehmen ein eigentliches Zutrittsportal für die asiatischen Märkte. Die Schweiz und der asiatische Kleinstaat hatten im vergangenen Februar bei einer Singapur-Reise von Bundesrat Pascal Couchepin die Aufnahme der Verhandlungen angekündigt. Das Abkommen sei das erste seiner Art zwischen einer europäischen Regionalgruppierung und einem asiatischen Land.

Zugang zum südostasiatischen Wirtschafts-Raum

Der Vertrag soll die Zollfreiheit des Handels mit Industriegütern garantieren, die Dienstleistungsmärkte und das öffentliche Beschaffungswesen liberalisieren sowie Bestimmungen zum Schutz von Direktinvestitionen und geistigem Eigentum enthalten. Die Schweizer Wirtschaft erhält verbesserten Zugang zum Markt der Handels- und Wirtschafts-Drehscheibe in Südostasien.

In Singapur, das als einer der besten Wirtschaftsstandorte der Welt gilt, sind 260 Schweizer Firmen tätig. Die Schweizer Exporte nach Singapur sind im letzten Jahr auf rund 1,5 Mrd. Franken angestiegen, wobei sich die Maschinen- und die Uhrenindustrie den grössten Teil des Kuchens aufteilten.

Keine Absage an den Mulitlateralismus

Mit der Aufnahme von Verhandlungen mit Singapur setze die Schweiz ihre Anstrengungen fort, zusammen mit ihren EFTA-Partnern das Netz von Freihandels-Abkommen auch auf Länder ausserhalb Europas und des Mittelmeerraumes auszuweiten, schreibt das seco weiter.

Dies bedeute aber keineswegs, dass der Multilateralismus im Rahmen der Welthandelsorganisation (WTO) vernachlässigt werde. Freihandelszonen und weltweite Abkommen stimulierten sich gegenseitig, versichert das seco.

Der EFTA gehören neben der Schweiz auch Norwegen, Island und Liechtenstein an.

swissinfo und Agenturen

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