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Energieverbrauch 1999 um 1,7 Prozent gestiegen

Windräder auf dem Mont-Crosin (BE); Archivbild. Keystone

Mit dem Wirtschaftsaufschwung wächst auch der Energieverbrauch in der Schweiz. Letzes Jahr stieg er um 1,7 Prozent, wie das Bundesamt für Energie (BFE) am Freitag (19.05.) mitteilte. 1998 hatte der Energieverbrauch gar um 2,7 Prozent zugenommen.

Verbrauchsdämpfend wirkte sich 1999 das wärmere Wetter aus, während der Verkehr überdurchnittlich zulegte. Ohne die Massnahmen des Programms Energie 2000 wäre der Gesamtkonsum laut BFE deutlich stärker gestiegen.

Erneuerbare Energien im Vormarsch

Der Endverbrauch an Energie erhöhte sich 1999 von 847,1 auf 861,8 Petajouls (PJ). Die stärksten Zuwachsraten verzeichneten die erneuerbaren Energien Sonne, Wind, Biogas und Umweltwärme mit 9,6 Prozent, die Flugtreibstoffe mit 6,5 Prozent, Diesel mit 6,1 Prozent und Benzin mit 3,3 Prozent.

Dank wärmerem Wetter gingen der Verbrauch an Erdölbrennstoffen um 2,7 Prozent und der Holzverbrauch um 1,6 Prozent zurück. Hingegen wurde 3,9 Prozent mehr Erdgas konsumiert.

Der Elektrizitätsverbrauch stieg um 3,2 Prozent. Der Anteil der Wasserkraft und der andern erneuerbaren Energien vergrösserte sich gegenüber dem Vorjahr von 15,2 auf 16,3 Prozent. Dank der zunehmenden Verlagerung vom Heizöl zum Erdgas nahmen die energiebedingten CO2-Emissionen nur um 0,8 Prozent zu.

Mehr Autos

Neben dem allgemeinen Wirtschaftswachstum von 1,7 Prozent (BIP) trugen insbesondere die Zunahme der Motorfahrzeuge um 2,8 Prozent und der Anstieg der Wohnbevölkerung um 0,5 Prozent zum höheren Energiekonsum bei.

Andererseits führte das wärmere Wetter zu einem Rückgang der Heizgradtage um 2,5 Prozent. Zudem stiegen die Preise für Erdölprodukte im Laufe des Jahres markant. Gebremst wurde der Energiekonsum auch durch die intensivere Anwendung effizienter Techniken im Zuge des Aktionsprogramms Energie 2000.

Im Zehnjahresdurchschnitt ein Prozent

Seit 1990 ist der Energieverbrauch in der Schweiz um 75,6 PJ gestiegen. Dies entspricht einer jährlichen Zunahme um 1,0 Prozent. Überdurchschnittlich zugelegt haben das Erdgas mit jährlich 4,6 Prozent und die erneuerbaren Energien mit 6,9 Prozent, wogegen der Verbrauch von Erdölbrennstoffen um 0,5 Prozent pro Jahr abnahm.

Der Treibstoffverbrauch stieg im Mittel der letzten zehn Jahre um 1,4 Prozent, der Elektrizitätskonsum um 1,1 Prozent. Der Verbrauch fossiler Energien erhöhte sich dagegen um jährlich 0,8 Prozent.

swissinfo und Agenturen

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