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Es hagelt Gewinn-Warnungen

Christoph Blochers EMS-Gruppe muss zurückstecken. Keystone

Die unsichere Lage der Weltwirtschaft zwingt Schweizer Top-Unternehmen, ihre Gewinnziele teils massiv nach unten zu korrigieren. Auch Christoph Blochers EMS-Gruppe ist betroffen.

Gemäss einer Mitteilung vom Freitag stieg der Umsatz der EMS-Gruppe in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres zwar um 11 Prozent auf gut 950 Mio. Franken. Das Wachstum betrage aber nur etwas über drei Prozent.

Zögernde Investoren

Im vierten Quartal befürchtet Blocher Folgen der unstabilen Weltwirtschaft, des starken Frankenkurses und der Zurückhaltung seitens der Investoren. Bis im August habe die Umsatz-Entwicklung im Rahmen der Erwartungen gelegen, seit dem September liege sie aber darunter. Das EMS-Finanzergebnis werde jedoch noch im positiven Bereich liegen.

Auch Richemont steckt zurück

Der Luxusgüter-Konzern Richemont erwartet nach dem ersten Geschäfts-Halbjahr einen Rückgang des Betriebs-Gewinns um rund 20 Prozent. Grund für den Einbruch seien die Terroranschläge in den USA. So sei das amerikanische Geschäft auch am stärksten betroffen gewesen, hiess es in einer Mitteilung vom Freitag.

Die übrigen Märkte – ausser Japan – seien jedoch ebenfalls beeinflusst worden. Einen Ausblick für die kommenden Monate will Richemont am 15. November veröffentlichen.

Weniger Kleider verkauft

Die Bekleidungs-Handelsgruppe Vögele revidiert ihre Umsatz- und Gewinnprognose für das laufende Jahr nach einem «rabenschwarzen» Oktober nach unten. Der Netto-Umsatz dürfte nur um 16 bis 18 Prozent steigen, statt wie bisher erwartet um 20 Prozent.

Loeb hofft auf das Weihnachtsgeschäft

Das schlechte Finanzergebnis bei der Warenhaus-Gruppe Loeb hat den Gewinn im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres um 66 Prozent auf 1,8 Mio. Franken nach unten gedrückt. Der Umsatz sei zwar um gut 5 Prozent auf 2,6 Mio. Franken gestiegen, liege aber unter dem geplanten Wachstum von plus 6 Prozent.

Falls der Konsum in den nächsten Monaten nicht einbreche und das wichtige Weihnachtsgeschäft positive verlaufe, erwarte die Warenhaus-Gruppe ein erfreuliches operatives Ergebnis. Der leichte Aufwärtstrend an den Börsen seit Oktober lasse zudem hoffen, dass auch das Finanzergebnis wieder besser werde.

Mövenpick schraubt markant zurück

Der Gastronomie- und Hotelkonzern Mövenpick hat seine Gewinn-Erwartungen eingeschränkt: Der Jahresgewinn werde «beachtlich» unter dem Vorjahres-Niveau liegen, teilte das Unternehmen am Freitag mit.

Als Gründe für die Abschwächung führt Mövenpick die Terroranschläge, das Swissair-Debakel, die Krise im Nahen Osten und Unsicherheiten in den Finanzmärkten an.

swissinfo und Agenturen

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